Jahrgang 
Band 2 (1837)
Seite
568
 
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telbſt wieder, und dle Muſikanten, die vorſichtig die Pläze bereits verlaſſen batten, nahmen ihre Size wieder ein. In dem Departement Charente wur⸗ de in der Nähe von Angouleme ein Kind von 14 Jahren, welches Vieh hütete, von einem Wolfe angefallen; aber plözlich eilten zwei ſeiner Ochſen ihm zur Hilfe, ſtellten ſich zur Seite

des Kindes auf, und verſcheuchten den!

Wolf durch ihr Gebrüll und ihre dro⸗ benden Hörner. Der Tenoriſt Dü⸗ prez iſt den Pariſern ſo unentbehrlich geworden, daß ihm der erſte Monat ſeines Urlaubs mit 20,000 Frks., der zweite Monat mit 25,000 Fr. abgekauft wurde. In einem der Spitäler von Paris iſt kürzlich ein Mann mit dem bekannten Namen Stael Holſtein ge ſtorben. Er war ein Neffe des Gemahls der berühmten Schriftſtellerin, u. zu⸗ lezt Kommis in einer Buchhandlung. B. Gotha. Man lieſt im Allgem. Anzeiger Folgendes:Heirathsgeſuch: Ein junger Mann, der in anerkannt gutem Ruf und allgemeiner Achtung ſteht, und ein ſelbſtſtändiges Geſchäft beſizt, beabſichtigt, da ſeine Gattin wegen überführter Treuloſigkeit gerichtlich von ihm geſchieden iſt, ſich wieder zu verehlichen, um ſeinem noch unmündigen Knaben eine brave Mut- ter zu geben. Er wünſcht ein ihm ent⸗ ſprechendes, fürſorglich nicht ganz ver⸗ mögenloſes Frauenzimmer, möglichſt evangeliſcher Religion, in einem Al ter von etwa 20 bis 30 Jahren(wenn auch eine Wittwe mit, oder ohne Kin ber). Offerten von Frauenzimmern, die unglüklich geliebt haben, ohne gerade moraliſch geſunken zu ſein, werden

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nicht unberükſichtige bleiben, und jede unter dem MottoGlük auf einge⸗ hende ſchriftliche Anfrage wird man mit wahrer und ſachgemäßer Aufrichtigkeit beantworten, es ſei denn, daß aus dem Anerbieten gleich ſelbſt hervorginge, daß Antwort u. Korreſpondenz zu kei⸗ nem Reſultate führen können. Die Ex⸗ pedition d. Bl. wird die Gefälligkeit haben, beliebige Offerte, welche franko erbeten werden, an den Einſender die⸗ ſer Anzeige zu befördern. D.

Hamburg. Hier wurde neullch ein Artikel in öffentlicher Auktion ver⸗ kauft, den man wohl nicht auf Preis- kourranten findet, nämlich Paradiesvs⸗ gel, wovon vor Kurzem einige Tau⸗ ſend Stük direkt aus Oſtindien anka⸗ men. Sie wurden in Cavelingen von 18 bis 20 Stük ausgerufen. Die gut erhaltenen fanden zu 11 bis 12 Mark Vanko Käufer. Solche Vögel, die ihre Köpfe verloren hatten, holten ündeß nur ſehr geringe Preiſe, einige nicht mehr als 8 Shill. D.

Fulda. Wegen der vielen Kla⸗ gen uͤber ſchlechtes Brod hat die hieſi⸗ ge Polizei angeordnet, daß jeder Bäker zum Zweke einer allgemeinen, dabei leichten und genauen Kontrolle, eine beſtimmte Ziffer ſeinem Vrode aufdrü⸗ ken muß.(Die Ernte iſt geſegnet. Das Getreide ſpottwohlfeil. Das Brod bleibt ſich gleich, an Größe und an Qualität u. die Bäker bauen ſich Häuſer!)

K.

Frankfurt. In unſerm Intel⸗ ligenzblatte wird eineBriefſchreibe⸗ Anſtalt für Perſonen beiderlei Ge ſchlechts empfohlen. In der kleinen Eſchen heimergaſſe kann man ſich von Morgens früh bis Abends ſpät alle Arten Briefe auch in den zarteſten Angelegenheiten! ſchreiben laſſen, und auf Verſchwiegenheit und Billig⸗ keit darf man rechnen. F. C.

Dalbſähriger 5 fl. und peſtfrei

des Waflerthert), in C. Milert u. F. Temalas Kunſtbandlungen

preis 4 fl., mit freler Peſtiuſenduns 5 fl. Auf Velinbapler mit erſten Kupferaborllfen 0 fl. C. m. Nan bränumertrt im Kommiffionsamt zu Ofen(Feſtung, anberhald

zu Peſth and bel en f. k. Pelämtern.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.