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5„baſſen Sie die Kinderelen ſein,“ ſagte Herrmann, ihren Arm ergrei⸗ fend.„Ich frage Sie zum leztenmal; wollen Sie mir die drei Karten nen⸗ nen?— Ja oder Nein?“
Die Gräfin antwortete nicht. Herrmann überzeugte ſich, daß ſie tobt war. (Fortſezung folgt.)
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Kennſt du wohl das Wort, das im Leben mit Recht Als trefflichſten Maler geehrt,
Deß Rath ſtets befolget das ſchöne Geſchlecht, Mit Schmeichelei dich nie bethört;
Das Alter, die Jugend, es ſchonet ſie nicht,
Und redet die Wahrheit kek dir ins Geſicht.
Gar mancherlei Dinge beherbergt dies Wort Und manches gefällige Bild: Du ſiehſt hier der treuen Verſchwiegenheit Hort, 1) Was freudig den Krieger erfüllt, 2 Das zitternde Laub, 5) den geregelten Weg 4) Für Gaukler ſo oft den gefährlichen Steg. 5)
Das Thier dann mit welchem der Dummkopf begrüßt, 6) Wie Liebchen die Liebe geſtand, 7)
Das Gitter, das mächtig das Waſſer umſchließt, 8) Und was deine Liebe entbrannt, 9)
Ein Thier auch, das heilvoll ſich nähret von Blut, 10)
Was mächtig ſo treibet das Schiff auf der Fluth 11)
Und wieder ein Thier, das mit Lanzen verſehn, Zu ſchüzen ſich ſchnell vor dem Feind, 12) Was wir im Herbſte im Weinberge ſehn, 13) Und wie du dich wunderſt mein Freund, 14) Die Sächelchen, die ich dir jezo entdekt, Sind alle nur in einem Worte verſtekt.
Dies Wörtchen erzählet dir lieblich und ſein Geſchichten von Nah' und von Fern,
Und legt ſich ein Bildchen, o glaube mir, ein Bei Damen ſo wie bei den Herrn.
Iſt dir noch nicht, Leſer, das Wörtchen bekannt?
Ei ſieh doch! du haſt es ja ſelbſt in der Hand!
Aſtz. Ansichten. Urtheile. Begebnisse. en zu vermeiden, nur mit deſſen An⸗ Theater. 1555 We 10 ſpätern
Prag(8. Aug.). Ueber die er⸗ Rollen waren: die„Vorleſerin“ und ſten Gaſtſpiele der Dem. Denker, vom die Hedwig, in„Vall zu Ellerbrunn.““ Brünner Theater, hat bereits ein an- Dem. Denker gleicht einem geſchikten derer Rft. in dieſen Blättern geſpro- und muthigen Seemanne, der Schiff— chen, ich kann bloß, um Wiederholun⸗ brüchige, ſchon dem Ertrinken nahe,


