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zus in einem halben Duzend deutſcher Zeitſchriften nachgedrukt wurde. Der Aufſaz enthielt manche ſehr gute War nung vor manchen guten Eigenſchaften dieſer Herren am Brett, da ſo viele Tölpel, Fremdlinge u. ſ. w. von ihnen im Spiele nicht ſelten geprellt werden. Die Rache ſchlummert, ſchläft aber nie feſt ein. Hr. Wieſt begab ſich dieſer Tage Morgens gegen 4 Uhr auf das Dampfſchiff, als er ſich in Nacht und Nebel an der Donau von 6 vermumm ten Kerlen umrungen ſieht, welche ihm Kravate und Hut vom Leibe reißen, und ihn auf die gemeinſte Weiſe in- ſultiren. Mit Mühe entkam Hr. Wieſt dieſen Buſchkleppern, ohne eine Spur zu haben, wer dieſe Gauche ſei. Und ſiehe! ein Zufall dekte die Sache auf. Wieſt's Diener begab ſich zufällig in ein Kaffehaus, ſieht dort einen Juden, der eben einen Hut erhandelt, erkennt den Hut als ſeines Herren Eigenthum, verfolgt augenbliklich dieſe Spur und es ergibt ſich, daß fünf Marqueurs aus eben dieſem Kaffehauſe(ich will es hier nicht bezeichnen) die nächtlichen Nächer ſind. Es läßt ſich denken, daß bei der hier waltenden Ordnung und Gerechtigkeitsliebe die Sache wohl unterſucht und jede Parthei zu ihrem verdienten. Antheil kommen wird. Es haben ſich mehrere lügenhafte Ge rüchte über dieſe Geſchichte gebildet; ich erzähle ſie hier darum genau, um dadurch ein Lügengerüchte zu zerſtören und der Wahrheit das Wort zu reden. Nach dieſen Vorſpielen läßt ſich erwar ten, daß nun unſere Veurtheiler der Reihe nach, vom renommirteſten bis zum obſkurſten hinab, von Zeit zu Zeit durch die Beurtheilten ſelbſt ge walkt und weidlich zerbläut werden dürften. Das wird, die Replik mit obligaten Stokprügeln ſein!

Sincerus.

Prag. Im Juli erſcheint die neue ZeitſchriftOſt und Weſte, re⸗ digirt von Dr. Rudolf Glaſer, Ad junkten der hieſigen philoſophiſchen Lehrkanzel, einem Mann, der für ein literariſches Inſtitut befähigt und be rufen iſt. Der achtbare Redakteur hat bereits für ſein Unternehmen einen Verein der tüchtigſten Köpfe des In⸗ und Auslandes gewonnen, und ich kann dieſem Journal das günſtigſte Progno ſtikon ſtellen.Der Novelliſt von Umlauf, und die noch ungetaufte Zeitſchrift von Dr. Feiſtmantel und Lippmann,ſchlummern noch im Hin- tergrund der Zeiten. H.

Philadelphia. Hier beſteht ein Hageſtolz-Klub. Da die Damen die Bildung dieſes antiehelichen Ver- eins mit einem gewiſſen Unwillen auf nahmen, ſo entſchloſſen ſich die Mit- glieder des Klubs, dem ſchönen Ge ſchlechte zu beweiſen, daß ſie daſſelbe keineswegs haßten. Am Valentinstage gab der Hageſtolzklub den Damen von Philadelphia einen prachtvollen Ball. Das Orcheſter wurde durch den Strauß von Philadelphia, den Neger John ſon, dirigirt. Ueberall im Saale, den man mit Blumen gc. ausgeſchmükt hat te, waren Deviſen angebracht, z. B. das Eheland hat die Eigenthümlich keit, daß die Fremden darin wohnen, die Bewohner aber gern daraus verwieſen ſein möchten. Wie viele der Hage ſtolze von den Schönen bekehrt worden ſind, iſt uns nicht bekannt. F.

Buntes aus Paris. An ei⸗

ner Zollſtätte von Paris fällts neulich

auf, daß eine elegante Equipage ſo oft durchpaſſirt. Vorn ſizt allemal ein prächtiger Kutſcher, hinten ſtehen zwei Lakaien, der eine ein Neger, in rei cher geſchmak voller Livree. Der Neger ſchien dreſſirt wie eine Drahtpuppe und ein hölzerner Peter. Nie wendet er ſeinen Kopf, ſeine Hände verlaſſen