Jahrgang 
Band 1 (1837)
Seite
287
 
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Kunst, Eleganz und Mode. Vehuler Hehe ausg.

37. Mittwoch, 10. Mol. 1837.

Verlegenheit und Hilfe.

(Beſchluß.)

Es war ſeltſam anzuſehen, wie die Muſe zum Fenſter hinaus griff und einen Stern nach dem andern vom Himmel nahm und ſich in die Haare flocht. Da gedachte Johannes des Spruchs, den er am- Chriſtabend erhalten:

Sterngekrönt ſteht die Muſe vor dir 5157 er zweifelte nicht mehr, daß er die Muſe vor ſich ſehe, und daß er nun auch das gefällige Papier zu ſeinem Mährchen finden werde.Was will der Herr? fragte die Muſe, indem ſie eben den zweiten Stern aus dem großen Bären nahm und als Sevigns über die Stirn beftete.Gnädiges Fräulein, ſprach Johannes,ich wünſche ein Mährchen aus Ihrer Fabrik zu haben. Sollen bedient werden, mein Lieber, ſollen bedient werden. rief die Muſe. Wärmen Sie nur die Dinte am Kamin, das gibt dann einen glühenden Strom, ich hole in deſſen den Schreiber. Während nun Johannes die Dinte wärmte, zog die Muſe aus einem Hängekaſten einen Frak hervor nebſt ein paar Handſchuhen und legte alles auf einen Stuhl. Sogleich richtete l Frak auf, die Hand ſchuhe ſchloſſen ſich an die Aermel an und die Finger faßten die Feder.Das iſt der Schreiber, ſprach ſie.Der hat ja keinen Kopf! mrief Johannes aus, als er die Dinte auf den Tiſch ſtellte.Ein Schreiber braucht keinen, erwi derte die Muſe. Im ſelben Augenblik ging die Thür auf und derſelbe Cheva lier, den Johannes am Chriſtabend geſehen, trat ein, grüßte Niemand, öff⸗ nete das Fenſter und hing ſogleich als Barometer zwiſchen den Doppelfenſtern; ſeine Naſe war der Zeiger für das Steigen und Fallen des Quekſilbers; die Todtenliſte wandelte ſich zur Tafel um, auf welcher ſchönes Wetter, Regen und ſo weiter zu ſtehen pflegt, die Kappenſtiefeln und der Frak in die Holz verkleidung.

Die Geſchichte dieſes Mannes will ich haben! rief Jahannes.Gleich

ſollen Sie bedient ſein, erwiderte die Muſe, und rief dem Laternenanzün⸗