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ein gelehrter Mann, hat zwel neue billetriſtiſche Werkchen erſcheinen laſ⸗ ſen„die Minutenſpiele“ u.„der Gang
des beſten Menſchen.“— Das Erſtere
haben wir geleſen: es iſt eine an⸗ ſpruchsloſe Sammlung Kleinigkei⸗ ten.— Erfreut hat das ruhigere Wien Schumacher's Rezenſion über Halm's„Griſeldis.“ Die Kritik iſt ſtreng, ſehr ſtreng und S. iſt mit Halm ſehr ſcharf in's Gericht gegan— gen; doch hat Hr. S. viel Wahres ge—⸗ ſagt, wenn er auch damit das Wespen neſt der unbedingten Lobhudler auf— rührte. Der„Sammler“ hat ſeit langem keinen ſo guten und unparthei— iſch geſchriebenen Aufſaz gehabt.— Wie man mich beſtimmt verſichert, hat der Eigenthümer des Leopoldſtädter Theaters, Hr. v. Marinelli die Ve— willigung erhalten, im Prater ein Arena zu erbauen, wo er im Sommer von 4 bis 6 Uhr Nachmittags Spekta— kelſtüke aufführen wird. Iſt dieſe Nach— richt wirklich wahr, ſo hat das Pra— terpublikum nun auch ſein Paradies gefunden und es läßt ſich annehmen, daß Hr. v. Marinelli bei dieſer Un- ternehmung keinen Schaden leiden wird. 8Sincerus.
Breslau. Das vielbeſprochene Geheimniß der H. H. Zier⸗Hanewald u. Arnoldi in Quedlinburg und Gotha, das ſich dieſelben bekanntlich von nahe an hundert Runkelrübenzukerfabrikan⸗ ten, deren jeder 100 Friedrichs'dor da⸗ für bezahlte, abkaufen ließen, wird jezt wahrſcheinlich zu mehrfachen Pro— zeſſen Anlaß geben, da mehrere Beſi— zer dieſes Geheimniſſes nunmehr da— hinter gekommen ſein wollen, daß ſie blos eine taube Nuß oder wenigſtens nichts Anderes gekauft hätten, als was ſie nicht auch aus vielen längſt gedruk— ten Büchern von Hermſtädt u. ſ. w. hätten erfahren können. In der„Bres⸗ lauer Zeitung““, wo jezt das ganze
Gehelmmittel von einem Intereſſenten zur Oeffentlichkeit gebracht worden, wird das Nähere in dieſer Beziehung dargethan.(Or. 85). Buntes aus London. Eine ſechzigjährige Frau aus Kent, die vor einem Jahre ihr ganzes, ſtraffes und ſchon im vorgerükten Grau ſpielendes Haar verloren hatte, bekam jezt an— geblich neue Haare, die nußbraun und ſehr gelokt ſind. In vollem Ernſt hat bei dieſer Gelegenheit ein dilettiren— der Naturforſcher behauptet: es müſſe möglich ſein, den Menſchen ganz und gar zu verjüngern; doch iſt er mit der Verwirklichung ſeiner Idee noch nicht ſo weit gediehen, um ſich auf die Ver— jüngerung und Todtloſigkeit der Men— ſchen ein Patent zu löſen.— Crab ford, der Beſizer des großen Spielhauſes in London, war ehemals ein armer Fi— ſcher, der von Anfang an nichts ſein Eigenthum nannte, als ein ausgezeich— netes Berechnungs-Talent. Mit dieſem ſchloß er ſich drei andern Leuten an und ſie gründeten zuſammen eine Bank, um à la franęaise Würfel zu ſpielen. Das Ding ging gut, und in einer ein⸗ zigen Saiſon gewannen die Leutchen fünf Millionen Franken. Doch als man dieſe Bank der Anwendung falſcher Würfel beſchuldigte, trat Crakſord aus und kaufte ein Hotel in der St. Ja⸗ mes⸗Street. Bald kaufte er noch mehr Häuſer dazu, ließ endlich alle nieder⸗ reißen und das prächtige Hotel an der Stelle aufführen, welches jezt das be⸗ deutendſte Spielhaus der Welt iſt und dem Beſizer, der übrigens troz ſeines Zuſammenkommens mit den größten Herren ſeinen niedern Dialekt und die nicht feinere Ortographie beibehalten hat, in ſechs Monaten wenigſtens ge⸗ gen dritthalb Millionen Franken ein⸗ bringt, wovon er das ganze Etabliſſe—⸗ ment auf's Prächtigſte erhält. Als er neulich mitſ einigen ſeiner Verbünde⸗


