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den das Gerücht auf 25 Mill. Fran⸗ ken angibt. B. Kairo. Fürſt Pückler⸗Muskau wird fortwährend in Kairo mit könig⸗ lichen Ehren von dem Vizekönig über⸗ häuft. Es zeigt ſich in dieſer Politik des Vizekönigs die Macht der Preſſe. Er fürchtet die Feder des Reiſenden. Mehemed Ali hat ihm einen Pallaſt angewieſen, und er wird auf Koſten des Fürſten bewirthet. Bei der erſten Zu- ſammenkunft Mehemet Ali's mit dem Fürſten empfing ihn Erſterer wie einen König, und überhäufte ihn mit Schmei⸗ cheleien und Artigkeiten. F. Buntes aus London. Die engliſchen Geſeze ſind gegenwärtig, populair erklärt, auf einen großen Bo, gen gedrukt, für einen Penny zu ha⸗ ben. Das iſt gewiß wohlfeiles Recht. — Ein Edelmann war in ſo hohem Grade hypochondriſch, daß er glaubte, geſtorben zu ſein. Kein Zureden, kein Bitten half, er faſtete ſieben Tage. Endlich fiel man auf folgende Liſt. Man verfinſterte ſein Zimmer, einige luſtige Burſche hüllten ſich in Todten⸗ kleider, kamen hinein zu ihm, trugen Speiſe und Getränke auf, und ſchmauſ⸗ ten tapfer. Der Kranke ſah dies beim Schimmer eines Lichtes.! Er fragte ſie, wer ſie wären, und was ſie wollten? „Wir ſind Todte!“—„Eſſen denn die Todten auch?“„Ja wohl eſſen ſie. Seze dich nur zu uns, ſo wirſt du ſe⸗ hen, wie gut es ſchmekt.“ Der Schein—⸗ todte ließ ſich das nicht zweimal ſagen, er ſprang vom Bette auf, und aß. Nach beendigter Mahlzeit bewirkte das Medikament, welches man in ſeinen Wein gemiſcht hatte, einen erquiken⸗ den Schlaf und er genas.— Am 27.
März, iſt nach langer Krank helt, der berühmte Flötenſpieler Charles Nichol⸗ ſon im 42ſten Jahre geſtorben;— ein für die muſikaliſche Welt ſchwer zu er— ſezender Verluſt.* Breslau. Bei der lezten Zie⸗ hung der polniſchen Lotterie- Anleihe gewann ein junger, erſt kürzlich etab⸗ lirter Kaufmann in Breslau das Haupt⸗ loos von 250,000 poln. Gulden. D.
Hamburg. Am 17. März wurde in Hamburg, in den Sälen des Schau— ſpielhauſes, die diesjährige Blumen- ausſtellung eröffnet. Man bemerkte auf derſelben reife Trauben, Erdbee— ren, Gurken, Schnittbohnen, Spar— gel u. ſ. w. Unter den Blumen hatten die Gebrüder Booth und Herr Böckmann Ausgezeichnetes geliefert. C.
Lokal⸗ Zeitung.
Gymnaſtik. Die rühmlich bekannte gymnaſtiſche und Fechtanſtalt des Herrn J g- naz Clair wird am 18. d. M. im Freien wieder eröffnet. Das Lokale befindet ſich heuer in der Köͤnigsgaſſe, im Hauſe des Hrn. Puph⸗ ka, Nr. 585, im Garten.— Der Pränume- rationspreis bis Ende Oktob. d. J. iſt 12 fl., bis Ende Jull s fl. C. M., monatlich 3 fl. 12 kr. C. M.— Der Fechtunterricht wird in einer ſeparirten Stunde gegen 3 fl. C. M. monatlich, bis Ende Oktob. aber 16 fl. C. M. 3 Mal in der Woche ertheilt.— Für Knaben iſt Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag, für Mädchen Montag, Mittwoch und Freitag zum Unterricht beſtimmt. Wir empfehlen dieſe treff— liche Anſtalt aus eigener Ueberzeugung und verſichern, daß hier das Befriedigendſte gelei⸗ ſtet wird.
Beilgge: Der Schmetter⸗ lin g. Nr. 7.
Halblähriger Preis 4 fl., mit freler Poſtzuſendung 5 fl. Auf Velin papier mit erſten Kupferabbrilken 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumertrt im Kommiſſionzamt zu Ofen(Feſtung, autetrhalb des Waflerthors), in C. Millers u. F. Tomalat Kunſthandlungen zu Peſth und bei allen f. k. Peſlämtern.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


