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debille's and Melodramen beſizt, kſt am 10. März die Oper„Fauſt“, von Spohr, zum Erſtenmale gegeben wor— den, und darauf thun ſich die Mar— ſeiller nicht wenig zu gut. Denn die größeren franzöſiſchen Provlnzialſtädte ſezen einen Stolz darein, hin und wie⸗ der auch einmal ein Stük zu geben, das noch nicht die Approbation von Paris, der anmaßlichen Alleinherrſche⸗ rin, erhalten hat. Um ſo glänzender iſt aber der Triumph, wenn es eine große Oper, wie diesmal der Spohr— ſche Fauſt iſt, der in Marſeille zuerſt das franzöſiſche Bürgerrecht erhalten hat. Die Vorſtell ung, bei der übri— gens auch zwei deutſche Virtuoſen, Hr. Ernſt, den Marſeiller Blätter einen deutſchen Paganini nennen, und der Waldhorniſt Herr Lewy aus Wien thä— tig waren, hatte ſich einer glänzenden Aufnahmen zu erfreuen. N. Barcelona. Die Sängerin Dem. Gned früher in Peſth, Prag und zulezt in Mailand iſt auf ein Jahr nach Barcelona engagirt..
Literatur.
Prag. Von dem Verfaſſer der „ärztlichen Winke für Brunnen- und Badegäſte“ Hrn. J. A. Frankl, Dr. der Med. und Ch. und Brunnenarzte zu Marienbad, iſt ſo eben bei Kronber— ger und Weber eine neue reichhaltige Schrift, unter dem Titel:„Marienbad, ſeine Heilquellen und Umgebungen“ ausgegeben worden, auf die wir das ärztliche Publikum ſo wie Bade- und Brunnengäſte, Chemiker, Botaniker und Mineralogen beſonders aufmerk- ſam machen, da genanntes Werk eines der vollſtändigſten mit Sachkenntniß behandelten Monographien Marienbads iſt. Dedizirt iſt dieſe empfehlenswer— the Schrift S. M. dem Könige von Sachſen. A.
Mignon⸗Zeitung.
Buntes aus Paris. In dem Spital zu Troyes kam am 28. März ein Fötus zur Welt, der lebhaft an die Fabel von den Cyklopen erinnert. Er hatte nur ein Auge, das mitten auf der Stirne ſtand; die Stelle der Naſe verſah eine kleine, kugelförmige Erhöhung; vom Mund war keine Spur, und die Ohren waren quer über den Hals angebracht, der mit einem Kropf verſehen war. Das unglükliche Ge⸗ ſchöpf nähert ſich dem männlichen Ge— ſchlecht, war eine 8 Monat Geburt und von gewöhnlicher Größe, und ſtarb nach wenlgen Minuten.— Hr. v. Val⸗ zac hat alle ſeine Werke, die er ge— ſchrieben hat und noch ſchreiben wird, für 50,000 Fr. baar, um einige Schul⸗ den zu bezahlen, und 15,000 Fr. jähr⸗ licher Einkünfte, der liberairie cen- trale verkauft. Die Buchhandlung, um den Todes fall des wohlgenährten, zum Schlagfluß ſtark geneigten Schrift- ſtellers zu pariren, hat denſelben ſo— gleich in der Lebensverſicherungsanſtalt für 50,000 Fr. veraſſekurirt.— Wäh⸗ rend des Jahres 1836 haben die Pari⸗ ſer Theater im Ganzen 6,910,125 Fr. eingenommen, d. h. mehr als in einem der lezten 50 Jahre. Die ſtärkſte Ein— nahme iſt die der großen Oper mit 1,170,877 Fr., ſodann kommt die ko⸗ miſche Oper, das Theatre-frangçais, die italteniſche Oper u. ſ. w.— In Ba⸗ tignolles bei Paris ſtürzte bei dem Graben des Fundaments, zu einem neuen Hauſe ein ſeit einigen Jahren erbautes Nachbarhaus zuſammen. Fünf Bewohner deſſelben wurden unter den Trümmern verſchüttet; man hat be⸗ reits einen derſelben todt hervorgezo— gen, und fürchtet, die andern möchten ähnliches Schikſal gehabt haben.— Auf dem Kalvarienberge bei Paris gräbt man ſeit 14 Tagen nach einem Schaze,


