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der Kunſt getroſt u. muthig fortſchrei⸗ ten. Das Stük wurde ſehr beifällig aufgenommen. Die Darſtellung anbe langend, war ſie im Ganzen genügend. Erwähnen müſſen wir die H. H. Dem mer(Lord Oranmore), Poſinger(Kapi tän), Dietrich(Darcy), Fröhlich(Har per), Berg(Locke) u. Mad. Grill(Je⸗ mina). Nach dem drit ten Akte wurden die Hrn. Demmer u. Fröhlich(Lezterer ſpielte mit Verſtand u. Gemüth) und am Schluſſe Alle gerufen. J. M.

Am 5. d. M. gab Rappo ſeine dritte Vorſtellung im Theater. Das Haus war unermeßlich voll, ein vollgiltiger Beweis, wie ſehr das große Publikum dieſe außerordentlichen Lei ſtungen zu würdigen weiß. Unter den neuen Produktionen zeichnete ſich dies mal beſonders die an das Wunderbare grenzende Balance des Models eines dreimaſtigen Kriegsſchiffes und vieles Andre aus. Das Publik um unterhielt ſich u. applaudirte ungemein. Nappo, ſein Sohn und Motty wurden unzäh⸗ lige Mal gerufen. Rappo hat ſomit der Kaſſa wieder eine Goldader geöff net, die noch lange ergibig bleiben dürfte. Vor dieſen Prodaktionen gab man Meisl's ſehr artige Poſſe: die Heirath durch die Gütterloterie, die allgemein unterhielt. Herr Lang (Schieber!) und Mad. Klimmetſch(Ba berl) ergözten u. erheiterten recht wa ker. Geſtern gab Hr. Pfeiffer, vom Breslauer Theater, den Baron Wie burg inStille Wäſſer als Gaſt. Schöne Mittel. Gutes, durchdachtes Spiel. Er erhielt großen Beifall und ward zweimal gerufen. Nächſtens mehr über ihn. Nächſte Woche wird wieder ein ſehr talentvoller junger Schauſpie ler, Hr. Woller, vom Theater in Grätz auf unſerer Bühne debutiren. Hag.

Ofen. Herr Direktor Nötzl iſt am 5. d. M. mit dem größten Theile

ſeiner Geſellſchaft hier angekommen. Die hieſige Bühne wird heute, am 8., eröffnet werden. Das Theater iſt auf das Ge⸗ ſchmakvollſte hergerichtet worden, und wird gewiß dem Publikum einen über⸗ raſchenden Anblik gewähren. Von den artiſtiſchen Leiſtungen des Hrn. Nöͤtzl und ſeiner Geſellſchaft hat man alle Urſache ſich Gutes zu verſprechen. P.

Dresden(Mitte März). Die Schröder⸗Devrient iſt nun zum lezten Male hier als Eurpanthe aufgetreten und verläßt uns in wenigen Tagen; wie es jezt heißt, ſo wird ſie in vier Monaten wiederkehren und ihren Kon trakt halten, bis er zu Ende iſt. Der Himmel weiß, was Wahres daran, denn was unſere Theaterangelegenheiten be trifft, ſo können wir mit Schiller zu reden immer nurrathen und meinen; Gewißheit iſt gut Ding, ſcheint aber nicht für das Dresdener Publikum erſchaffen zu ſein. K.

Mignon⸗ Zeitung.

Wien. Die muſikaliſche Welt hat durch den Tod des ausgezeichneten Violoncell-Virtuoſen, Joſeph Linke, Mitglied des k. k. Hofoperntheaters, ei⸗ nen herben Verluſt erlitten. Er ſtarb am 26. März in ſeinem 55. Jahre.

Buntes aus Paris. Der beltebte Theaterdichter Seribe ſchreibt jezt auch Novellen, die man jedoch Vau deville's in Form von Erzählungen nennen möchte, ſo gefallſüchtig iſt hier, wie dort, Alles auf eine leichte dra matiſche Wirkung berechnet, ſo wenig tief, wenn auch pikant, ſind die Cha⸗ raktere gezeichnet, und ſo ſehr iſt das Ganze dem wirklichen Leben unähnlich, wenn es auch ſcheinbar der Gegenwart und der nächſten Nähe abgeborgt liſt. Aber gerade das macht das Glük ſei ner Novellen, wie ſeiner Theaterſtüke. Seine neueſte Erzählung heißtJu⸗