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dieſes Feſt viele Arbeit bekommen. Noch mehrere Tage nachher gleichen die Gaſſen, in denen es Flekausmacherbuden gibt, einem ungeheuern Trö delmark⸗
te, beſonders auch deshalb, weil man am ſchlechteſten Kleidungsſtüke anzuziehen pflegt. ſich das Volk von Rom, dem man die Freuden
Abend jenes Lichterkampfes ſeine In dem jezigen Jahre rächte des Karnevals unterſagt hatte,
durch Geſchrei, Pfeifen und ſelbſt Einwerfen der Laternen.
Die reichſte Frauentracht.
Die Kleidung der Armenierinen in
Aſtrachan, ſagt ein neuerer Neiſen⸗
der, iſt die reichſte iſt Rußland und vielleicht in der ganzen Welt. Man muß
ſich wundern,
wie ſie die Laſt ihrer Kleider ertragen können. Das unterſte Gewand iſt von Seide und Gold, das ſchwer mit Gold und Perlen beladen; das dritte maſſive Maſſe von Gold, in ſchweren Stikereien Knöpfen, Troddeln und Franſen beſezt.
erſte oder zwerte von ſchwarzem Sammt, oder Ueberkleid iſt faſt eine und außerdem mit goldenen Der weiße Turban hängt auf die
linke Achſel herab und verbirgt das Geſicht bis auf die Naſe und die Au— gen. Das Haar, welches man ſieht, iſt gewöhnlich falſches, zwei dike Loken,
eine an jeder Seite.
Theater.
Peſth(4. April). Die höchſt intereſſante Künſtlerfamilie Lewy aus Wien gab noch drei Konzerte im Thea— ter, am 50. März, am 1. u.(in der Be⸗ nefize unſers Horniſten Hrn. Czwrezek) am 3. April. Stets war ein zahlrei— ches und gewähltes Publikum verſam— melt, und ſtets war dieſes von den ſo äußerſt ſeltenen Genüſſen aufs Neue begeiſtert. Es iſt bereite von der emi— nenten, Meiſterſchaft des Horniſten Ed. Conſtantin Lewy, Vater, in dieſen Blättern die Rede geweſen, und wir haben nur hinzuzufügen, daß derſelbe bei jeder noch nicht gehörten Piece im mer friſche Schönheiten und überra— ſchende Coups entdeken ließ.— Die liebenswürdigen Kinder Carl(Planiſt) und Melanie(Harfeniſtin) haben be—
reits eine beachtenswerthe Kunſtſtufe er—
ſtiegen; aber der kleine, noch nicht achtjährige Richard läßt das Audito— rium nie von Staunen ſich erholen. Dieſes Wunder von einem Miniatur— Horniſten iſt um ein duzend Jahre in ſeiner Kunſt voraus und mag ſchon Künſtler von entſchiedenem Talente überflügeln. Daß, wie wir hören, der graziöſe, engelſchöne Knabe im Ver— ſtande und Geiſte unendlich weit vor— gerükt ſein ſoll, läßt ſich ſchon aus ſei⸗ nem geiſtreichen Auge, ſeinem ſo un— befangenen u. adreten Benehmen ſchlie— ßen. Das Merkwürdigſte aber iſt, daß bei dem Achtjährigen ſich ſo viel Gefühl und Herz offenbart, daß man davon hingeriſſen wird, ein Vorzug, der dem mehr als doppelt ſo alten Vieuxtemps in dieſem Maße beinahe noch nicht eigen iſt.— Glüklich der Vater, dem der Himmel ſolche Beſcheerung zu Theil


