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ren rund oder oval. Es iſt nicht ganz gewiß, ob die Grkechen die Spiegel vor der Belagerung von Troja gekannt haben, wenigſtens ſpricht Homer nicht davon. Wie hätte aber die ſchöne Helena ſo ſehr auf die Macht ihrer Reize bauen können, wenn ſie dieſelben nicht aus ihrem Spiegel gekannt hätte? Auch die Zeit kennt man nicht, in welcher man das Glas zu Spiegeln brauchte; wir wiſſen blos, daß die erſten aus den Glashütten Sidons hervorgingen. Die Alten kannten aber auch Spiegel aus einer Art Glas, das Plinius Obſidian⸗ glas nennt, von einem gewiſſen Obſidius, der es in Aethiopien entdekte. Die⸗ ſes Glas war ſchwarz wie Gagat und ſpiegelte das Bild nur ſehe unvoll⸗ kommen ab. N

Die Metallſpiegel müſſen völlig eben, ſehr glatt und vollkommen polirt ſein, was Alles ſchwer herzuſtellen iſt. Iſt der Spiegel nicht ganz eben, ſo verkleinert oder vergrößert er das Bild, je nach dem er erhaben oder vertieft iſt.

Die Reiterinen in Peru. 4

Die Frauen von Tarigia in Peru, erzählt ein Reiſender, ſind durch ihre Reitkunſt berühmt und zeichnen ſich oft bel öffentlichen Wettrennen aus, welche unter allen Klaſſen ſehr beliebte Vergnügungen ſind, und bei dieſen Gelegenheiten reiten Alle ohne Sattel. Die gewöhnlichen Damenſättel ſind wie die unſrigen, aber ohne Lehne, und klein; darüber wird eine bunte Deke gelegt, und hier ſizen die Reiterinen ſicher und feſt. Oft ſieht man Frauen zu Pferde hinter dem Reiter, und in dieſem Falle pflegen ſie auf eine ganz eigene Art auf das Pferd zu ſteigen. Es wird nämlich ein Knoten in den Schweif des Pferdes gebunden, darauf ſtellt die Frau den Fuß, wie auf einen Steigbügel, reicht eine Hand dem Reiter und ſchwingt ſich ſo hinter denſelben.

Ansichten.

rtheile. Begebnisse.

nung ihrer ſchönen Talente zu finden. Hr. Kreibig und Olle. Pauline Saal⸗ feld, die man ebenfalls hiezu rechnen kann, gehen nach Hermannſtadt, wo

Theater.

Temesvar(19. März). Mit

ſtarken Schritten naht ſich nun die Zeit, wo wir uns nur mehr mit Be⸗ dauern an die in dieſem Winterkurſe erlebten, leider nur zu ſchnell dahin geſchwundenen, genußreichen Abende werden erinnern können, da unſere Theatergeſellſchaft ſich künftige Woche ſchon nach allen vier Winden zerſtreut. Wie bereits gemeldet, geht der beſſere Theil, die Etite, mit Hrn. Noͤtzl nach Ofen, um auch dort, wie nicht zu be zweifeln ſteht, die gerechte Anerken⸗

Erſterer ſeit langer Zeit der Liebling des dortigen Publikums, Leztere es im vorigen Sommer geworden iſt, und welche Beide ſomit ein ſehr wichtiger Stüzpunkt für den Direktor, Auguſt Mäller,(nicht zu verwechſeln mit dem hieſigen Unternehmer, Theodor Mül ler, der das Hermannſtädter Theater nicht erhalten hat) werden, welcher bei der nunmehrigen Verlegung des ſiebenbürgiſchen Landtages von Klau ſenburg dahin, die brillanteſten Ge⸗