Kunst, Eleganz und Mode.
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24. Sonnabend, 25. März. 1837.
Walter Scott's Beſuch bei Fenimore Cooper*
Umſtände, deren weitläufige Anführung unnöthig iſt, hatten einigermaßen die Aufmerkſamkeit Sir Walter Scott's auf mich gewendet, obgleich wir uns nie begegnet waren, und ich ihn, ſelbſt an öffentlichen Orten, nie geſehen hatte, um ihn von Perſon zu kennen. Doch war ich nicht ohne Hoffnung, jezt glük⸗ licher zu ſein, während mein Zartgefühl ſich bei dem Gedanken regte, mich ſeiner Zeit und ſeiner Aufmerkſamkelt weiter aufzudringen. Mehrere Tage nach ſeiner Ankunft gingen jedoch vorüber, ohne daß mein gutes Glük mich ihm in den Weg gebracht hätte, und ich dachte die Sache aufzugeben, obgleich die Fürſtin— mit welcher ich das Glük hatte, auf freundſchaftlichem Fuße zu ſtehen— mir mit der Hoffnung ſchmeichelte, den großen Schriftſteller in ibrem Hauſe zu ſehen; denn ſie hatte den feſten Entſchluß gefaßt, ſeine Bekanntſchaft zu machen, conte qui coũte. f
Es mochten ungefähr zehn Tage nach der Ankunft Sir Walter Scott's verfloſſen ſein, als ich eines Morgens einen Wagen beſtellt hatte, um auf die andere Seite des Fluſſes zu fahren, und ich war auf meinem Wege, um ein⸗ zuſteigen, bis zur unteren Treppe gekommen, als ich durch das Pferdegetrap⸗ pel im Hof aufmerkſam gemacht wurde, daß ein anderer Wagen anfuhr. Es regnete, und weil mein Wagen von der Thüre wegfuhr, um dem neu ange⸗ kommenen Plaz zu machen, ſo blieb ich ſtehen, um zu warten, bis er wieder vorfahren könnte. Der Kutſchentritt raſſelte und ſogleich erſchien ein großer ſchwerfälliger Mann in dem Eingange des Hötels. Er hatte graue Haare und hinkte ein wenig, ſich auf einen Stok ſtüzend. Sein Wagen wendete ſogleich und der meinige folgte ihm; ich ſtieg daher hinunter. An der Treppe gingen
) Aus des Leztern ſo eben erſchienenem neueſten Werke:„Hecollections of Europe“(2 vols. Bentley.) 5


