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derbaren Tatowirungen, womit ſein ganzer Körper, wie der eines Südſee— Inſulaners, bedekt iſt.— Die Impro⸗ viſationen in verſchiedenen Sprachen haben Beifall erhalten. Langenſchwarz u. Pradel haben ſie jedoch nur fortgeſezt, Cicconi hat ſich von ihnen losgeſagt. Der Italiener fühlte mit Stolz, daß es nur ihm allein zukomme, zu impro— viſiren, und daß die Andern, wenn vielleicht mit eben ſo großem Talente, durch ihre Idiome gehemmt, zu Char— latanerien und Behelfen ihre Zuflucht nehmen mußten, um ſich den Beifall zu gewinnen, der ſeinen wahrhaft ſchö— nen Eingebungen bei Anwendung ein— facherer Mittel gebührte. In der lezt— hin ſtattgefundenen Soiree machte Hr. Langenſchwarz unter dem Titel:„Tri— pelgedichte“, drei Verſifikationen über ein gegebenes Thema auf einmal, in— dem er bald an der einen, bald an der andern eine Zeile niederſchrieb. Dieſes Kunſtſtük erregte Erſtaunen. Vorher improviſirte er ein ganzes Trauerſpiel in 3 Akten:„der Tod Geßler's“, wor— in 5 Perſonen vorkamen. Da dies die Franzoſen, wie natürlich, ſehr lang— weilte, machte er gleich darauf einige franzöſiſche Verſe über das aufgebene Thema„Modestie.“ Hierauf ſollte Ma— dame Langenſchwarz ſingen, und ihr Gatte führte ſie mit einem franzöſiſchen Gedichte vor die Verſammlung. Madame Langenſchwarz iſt eine geborne Italie— nerin, und ihr Geſang war beſſer als die Verſe ihres Gatten.— Für die hier graſſirende Grippe-Epidemie wird der Syrop aus Spargelköpfen als beſon— ders wohlthätig wirkſam empfohlen. Die Gazette des hopitaux ſtüzt ſich da⸗ bei auf Erfahrungen.— Mery iſt mit einem großen Drama:„Jonathan der Verfluchte“, an der Porte St. Antoine fehr glüklich aufgetreten, im Ambigu iſt„Gaspardo der Fiſcher“ daß Zug— ſtük.— Der Faſchinsball im Pariſer
Opernhauſe gibt zu manchen Verwik⸗ lungen Anlaß. Bekanntlich iſt der Di⸗ rektor, Herr Düponchel, zu 10,000 Fr. Strafe verurtheilt worden, weil er den Saal zu einem Maskenball vermie⸗ tete. Herr Düponchel hält ſeinerſeits dem Ballgeber, Herrn Muſard, die Einnahme von 25,000 Fr. zurük, weil die Eigenthümer der Logen auf Erſaz der vorgekommenen Beſchädigungen kla— gen, und Hr. Muſard hat nun gegen Hrn. Düponchel eine Klage auf Her— ausgabe der Einnahme gegen Entrich— tung des Mietzinſes von 10,000 Frks. angeſtellt. B. London. Vor einigen Ta⸗ gen, meldete die Morning-Poſt, hielten mehrere Damen, welche mit politiſchen Zirkeln in Verbindung ſte— hen, eine Verſammlung im Hauſe eines Parlamentsgliedes, um Herrn Brother— ton für ſeinen Vorſchlag wegen Veen— digung der Debatten um Mitternacht zu danken. Nach vielen paſſenden De— batten über das ſpäte Aufbleiben ward der Beſchluß gefaßt, einen Ausſchuß zur Entſendung einer Adreſſe an Bro— therton zu ernennen, und ihm eine Nachtmüze mit einem feingeſtikten Kopf⸗ kiſſen als Zeichen ihres Dankes zu überreichen. M. Baſel. Unſere Juſtiz iſt ge⸗ genwärtig mit einer ziemlich lächerli— chen Sache beſchäftiget, die indeß auch eine ſehr ernſte Seite hat. Ein Bäker in Lieſtall beſaß drei große fette, völ⸗ lig geſunde Schweine. Die Nach barin deſſelben, eine übrigens kreuzbrave Frau, war alt, runzelig und häßlich, und hatte eine große Aehnlichkeit mit jenen verdächtigen Perſonen, die man beſchuldiget, mit dem Böſen in ver— trauten Verhältniſſen zu ſtehen. Eines Tages nun verlor der unglükliche Bä— ker ſeine ſämmtlichen theuern Lieb— lingsthiere ſchnell hinter einander, und ſein Verdacht fiel ſogleich auf die


