Jahrgang 
Band 1 (1837)
Seite
120
 
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n 120 mer Voltaires, mit Bett und den Bildniſſen Friedrichs des Großen,, Local-Zeitung.

der Kaiſerin Katharina u. ſ. w. nimmt noch immer die lebhafte Theilnahme der Beſucher in Anſpruch. Bei der kalten Witterung hat die Grippe et⸗ was nachgelaſſen. Der geſtrige Fa⸗ ſchingsſonntag war indeſſen der trau⸗ rigſte, den wir jemals ſahen. Der ſchö⸗ nen Witterung ungeachtet, ließen ſich auf den Boulevards nur wenig Mas⸗ ken bliken. Zu der erledigten Di⸗ rektion des Theatre frangais haben ſich über 20 Konkurrenten gemeldet, dar⸗ unter die H. H. Caſ. Bonjour, Dela⸗ vigne u. der Direktor der Gefängniſſe, Hr. Laville de Miremont! B.

Brüſſel. In Belgien kann kein Theater beſtebhen; ein Lütticher Ta⸗

** gesblatt ſagt barüber:Wir finden das begreiflich; unſer Publikum tbeilt

ſich ein in fleißige Leute und Müßl⸗ ge. Von Erſteren ſind die Gebilde⸗ ten und Ungebildeten zur Theaterzelt noch lange nicht mit ihrem Tages: geſchäft fertig und die lezteren ziehen körperliche Nahrung der der geiſtigen vor. Müßiggänger gibt es zwar leider noch immer genug, aber nicht ſo olel wohlhabende, daß ſie fortwährend ein Theater füllen können. G. Verlin. Nach öffentlichen Be⸗ richten ſtudiren an der hieſigen Uni⸗ verſität einige u. dreißig Ungarn. A. Frankfurt. In der bevorſte⸗ henden Oſtermeſſe wird Herr Baptlſte

Lolſet mit ſeiner aus 40 Perſonen be-

ſtehenden Kunſtreitergeſellſchaft u. mit 72 Pferden nach Frankfurt kommen. O.

Vom Peſtder Frauenverein. Der peſther wohlthätige Frauenverein kann das Vergnügen ſich nicht verſagen, zur allge⸗ meinen Kenntniß des Publikums zu bringen, daß ſeine, zur unterſtüzung armer, abet ar; beitsfähiger Frauensperſonen beſtehende An ſtalt, in welcher ſolchen, die anderwärts kei⸗ nen Berdienſt finden, weibliche Handarbelten gegen angemeſſene Belohnung ausgethellt wer⸗ den, durch den unermüdeten Eiſer der betref⸗ fenden Ausſchußfrauen, in dem fjüngſtverfloſ⸗ ſenen Jahre 1836 einen ſo feſten Beſtand ge⸗ wonnen, daß obwohl in dieſem Jahre an die bei dieſer Anſtalt ſich gemeldeten Armen baare 2223 fl. 37 kr. W. W. an Arbeitslohn ausge gelegt worden, die Anſtalt dennoch nicht nur durch die VBereinskaſſe nicht unterſtüzt werden mußte, ſondern ſogar einen reinen Ruzen von 88 fl. 23 kr. W. W. erzielte; welches groͤßtentheils der uneigennüßigen, edlen Be⸗ reitwilligteit, des Hen. Franz Liedemann zu verdanken iſt, der die Erzeugniſſe dieſer An⸗ ſtalt in ſeiner Modewaarenhandlung zu peſth, in der Walznergaſſe, ohne alle Prvolſton ver ſchleußt, wo auch die hlerher gehörknden Beſtellungen jeder Art angenommen werden. Derſelbe Verein ſieht ſich auch veranlaßt zu veröffentlichen, daß auf dem Wege der zur Abloöſung der Neujahrsgratulation mit Ende des leztoerfloſſenen Jahres 1836, in Ge⸗ meinſchaft mit dem Ofner Verein eröffneten Subſtriptlonen, in Peſth 1874 fl. 5 kr., in Ofen aber 1375 fl. 32 kr., demnach zuſam⸗ men in beiden Städten 3249 fl. 37 kr. W. W. eingekommen, wovon nach Abzug der hierauf gehabten Druk⸗ und Nebenkoſten mit 309 fl. 45 kr. den beiden Vereinen zur gleichen Ber thellung geblieben: 2739 fl. 52 kr. W. W., wofür der Peſther Vereln ſeinerſelts den ver⸗ ehrten Subſtribenten beiderlet Geſchlechts hie mit auf das Herzlichſte dankſagt,

Mufti k. Heute findet im Landhaus ſaale zu Ofen ein Konzert der Familie Mul⸗

der ſtatt.

Halbläbriger Preite 4 fl., mlt freier Poſtzufendung 8 fl. Auf Belinrarler mit erſten Kurftrabdellten 5 fl. und poſtfrei 6 fl. E. m. Man branumertrt im Kemmiſſtentamt iu Ofen(Fetung, auterbals

des Wafferthers), in Ferdtand Tomalas Kunſthandluug zu Peſid and des alen f. k. Pefamterz.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.