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Algier hleher Zurükgekehrter wollte von einem dort verſtorbenen franzöſt— ſchen Offizier Anweiſung und Plan des Orts bekommen haben, wo eine Stun—⸗ de von hier, im Wald an der Königs— bruker Straße, ein Theil der franzö⸗ ſiſchen Kriegskaſſe, beſtehend in 500,000 Rthlr., vergraben worden ſei. Es iſt hierauf, im Beiſein des Gerichtsper⸗ ſonals, die Nachgrabung vorgenommen worden. Die Sache an ſich ſcheint gu⸗ ten Grund zu haben, das Geld aber iſt nicht mehr vorgefunden worden. K. London. In dem Londoner Stadtrathe(eommon counsil) beklagte ſich neulich ein Mitglied über die un⸗ geheuren Summen, welche der Aus— ſchuß der Aldermen für Gaſtmäler verbrauchte, ohne die er gar keine Be rathung halten wolle oder könne. Es wurde hiebei bewieſen, daß die wegen ihrer Schlemmerei ziemlich berüchtig— ten Aldermen von London jährlich zwi— ſchen 6⸗ bis 7000 L. an Eſſen und Trinken ausgegeben haben. M. Brüſſel. Ein belgiſches Jour- nal macht dem franzöſiſchen Buchhandel ebenfalls den Vorwurf des Nachdruks. Le petit bossu, wa hrſcheinlich das ein⸗ zige in Belgien herausgekommene und in Frankreich nachgedrukte Buch, hat dort die ſechste Auflage erlebt. Der— ſelbe franzöſiſche Buchhändler, welcher dieſes Nachdruks ſich bemächtigt hat, bildet übrigens einen Theil der Kom— miſſion, welche über die Mittel ſich be⸗ rathen ſoll, den Nachdruk in Belgien zu verhindern. F. Wien. Die Ausſtattung der Erz⸗ herzogin Thereſe wird ſo reich und prachtvoll ſein, als es der Würde des öſterreichiſchen Kaiſerhauſes u. den rei⸗
chen Beſizthümern des Erzherzogs Karl entſprechend iſt. Bereits ſind acht Ki⸗ ſten, gefüllt mit den koſtbarſten Ge⸗ genſtänden, nach Neapel abgegangen. Der König von Neapel hat der erlauch⸗ ten Braut in Florenz einen Hut an⸗ zufertigen befohlen, welcher 5600 Lire koſtet, und überdies nach Paris ge— ſendet werden ſoll, um daſelbſt mit dem geſchmakvollſten Aufpuze geziert zu werden. N. Ulm. Der vor nicht ſehr lan⸗ ger Zeit in Heilbronn bei einer Ge— ſpenſtergeſchichte ſehr thätig geweſene Schneider Dürr aus Kirchheim u. T., dem endlich in Weinsberg der Auf— enthalt verboten worden iſt, hat ſein Manöver auch in Kirchheim weiter fort— zuſezen verſucht, wurde aber, da er ſein
Weſen im Zuſtande totgler Vetrunken⸗ heit betrieb, vom k. Oberamte feſtge⸗ nommen, und ſoll, ziemlich ſicheren Nachrichten zufolge, bereits Einge⸗ ſtändniſſe gemacht haben, durch die auch das Dunkel der Weinsberger u. Grup⸗ penpacher Spuk geſchichten 5
Peſt h.(Muſik⸗Vereins⸗Ball.) Der nach den Statuten des Peſther und Of— ner Muſik-Vereins angeordnete erſte Vereins— Ball wird Mittwoch, den 18. Januar 1837, in den k. ſtädt. Peſther Redoutenſälen ſtatt⸗ finden. Der in den Statuten ausgeſprochene Zwek dieſer Bälle iſt die Vermehrung der Zuflüſſe zur Erhaltung dieſer, mit ſo vielem Beifalle aufgenommenen Anſtalt, und es wer⸗ den hiemit alle Mitglieder, ſo wie alle uhri⸗ gen Gönner und Förderer dieſer Kunſt-Anſtalt zur Theilnahme geziemend eingeladen.— Die Eintrittskarten werden in der Vereins-Kanz⸗ lei(Waizner-Gaſſe, Hotel zum Palatin, er— ſter Stot, Nro. 6) täglich von 10 bis 12 uhr vor- und von 3 bis 5 uhr Nachmlttag aus gegeben, wo auch Preis und Bedingniſſe ein- zuſehen ſind.
Halb jähriger preis 4 fl., mit freler Poſtzuſendung 5 fl. Auf Belinpapler mlt erſten Kupftrabdrſtken 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Kommtiſſionsamt zu Ofen(Feſtung, autzerhalb des Waſſerthorts), in Ferdinand Tomalas Kunſthandlung zu Peſth und bei allen k. k. Poſlämtern.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


