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Gourmand et e.
Der durch ſei ne Miniſter von Haak zu
dienz ertheilte, denn ſeine Frau, che. Als ſie einmal ſcherzend ihm bar en trüſtet:
geiſtreiche Originalität und ſeine Bonmots bekannte Bamberg liebte auch die ein ſehr gutes Haus. Alle Morgen war er es, behauptete er, verſtehe nichts von der Kü— das Geſchäft abnehmen wollte, Geb, dies iſt nicht dein Departement,
Freuden der Tafel und machte der der Köchin ihre lange Au—
rief er ſchein⸗ was würde aus den Di—
ners in deinem Hauſe werden, wenn du mich nicht hätteſt! Auch verſichere ich
dir, daß, wenn du je Wittwe wirſt
Teitung der Novitäten und Anfic
Theater.
Wien(5. Dez.). Ein Gau⸗ nerkniff unterhält jezt das Publikum, den ich Ihnen hier mittheilen will.— Im k. k. Hofoperntheater gab man vor⸗ geſtern den„Oberon“, und im Ge— dränge wurde im 5. Stoke ein Mantel geſtohlen. Der Mantel wurde gleich vermißt, und der Dieb beinahe ent— dekt, als derſelbe„Feuer“ ſchrie. Al⸗ les kam dadurch in Bewegung, das Publikum eilte aus dem Theater, der Kapellmeiſter vom Orcheſter über den Souffleurkaſten auf die Bühne, und den„Oberon“ will man im Komödien— gäßchen geſehen haben. Der Dieb be— nuzte dieſen Tumult, um davonzulau— fen, wurde aber auf dem Glacis den— noch erwiſcht. Ein genialer Streich, aber der Menſch entgeht doch ſeinem Schikſale nicht.— Im Leopoldſtädter⸗ theater ſah ich heute eine neue Panto⸗ mime, die zur Einnahme des wakern Pantomimenmeiſters Hrn. Joh. Fenzel ſtattfand, ſie führte folgenden Titel: „Der verſtummte Olymp oder das kalte Bad in der Unterwelt“, pantomimi⸗ ſches dialogiſirtes Fresko⸗Gemählde mit Geſang, Tableaux und Orupzi⸗ rungen in zwei Akten, erfunden vom
„ich nie wieder bei dir eſſe. Der drollige Spaß ward nur zu bald zum bittern Ernſt.
hten.
Benefizianten und dialogiſirt von D. F. Reibersdorffer.— Die Pantomime er hebt ſich nicht über die gewöhnlichen Pantomimenſpäße und außer wenigen neuen wirklich gelungenen Ideen, ſteht dieſe Leiſtung den übrigen des Hrn. Fenzel wohl merklich nach. Der Dia— log ſpricht nur in der erſten Szene an, wird aber nach und nach immer matter. Die Couplets hingegen, beſonders das lezte, ſpricht deutlich für Reibers— dorffer's Talent und gefiel allgemein, nur wären originellere Ausfälle, als die gewöhnlichen Stekenpferdausſchlaͤge über die Aerzte, die wir ſchon zur Ueberſättigung gehört haben, zu wün— ſchen. Ich muß aufrichtig geſtehen, daß ich mir mehr von dem Ganzen verſpro⸗ chen habe. Ich glaube, eine immerwäh⸗ rende Verwechslung der redenden mit den ſtummen Pantomimenmasken wäre von größerem Effekte, und dieſes könnte leicht erzwekt werden, wenn Jupiter zwar, wie es hier der Fall iſt, die re— denden mit Stummheit beſtraft, Juno aber, mitleidig, ihnen die Sprache ge— gönnt hätte, mit der Bedingung, im Beiſein ihres Gemahls, die Stumm⸗ heit zu behalten. Auf dieſe Weiſe, glaube ich, könnte der Dialog ſich durch das Ganze fortſpinnen, und die vom Hrn. Fenzel vecht komiſch angelegten


