Jahrgang 
Band 2 (1835)
Seite
685
 
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rund herumgeklebten Goldſtaub einigermaßen entſtellt waren.Dies, ſagte Randſchit Sing,iſt eines meiner Regimenter, man ſagt mir aber, ich könne es nicht diszipliniren; eine Bemerkung, die uns beluſtigte und den Schönen ungemein gefiel. Er wies auf zwei derſelben, die er die Kommandanten nann⸗ te, und denen er Dörfer und täglich fünf bis zehn Rupien(à 1 fl. C. M.) verliehen hatte. Kurz darauf ließ er fünf Elephanten kommen und auf dieſen ſeine undisziplirten Truppen nach Hauſe bringen. 1

Bedeutung des Wortes: Komet.

Ein alter Schulmeiſter gab nachſtehende Ableitung und Bedeutung der Kometen: Gott gab jenen Sternen den Namen Kometſterne, weil er ſie ko m⸗ men heißt, um wichtige Begebenheiten anzukündigen, und ſie in ſolchen ver⸗ hängnißvollen Zeiten den Menſchen zurufen ſollen: Kommet her zu mir, ihr Menſchenkinder!

Leitung der Novitäten und Anfichten.

Theater.

Wien(22. Oktober). Die Ur⸗ ſache meines etwas anhaltenden Still⸗ ſchweigens Hr. Redakteur war eine Un⸗ päßlichkeit, die mir das Zimmer zu hüthen befahl, doch jezt will ich Ihnen wieder das Bemerkenswertheſte wie mög lich ſchnell berichten. Im k. k. Hof⸗ burgtheater gab man:Die Tochter des Geizigen von Kurländer. Das Stük iſt ein franzöſiſches! Die gewandte Feder des wakern Bearbeiters bemäntelte zwar viele Gebrechen des Originals, doch war ſie nicht im Stan de alle zu vertilgen. Im Leo⸗ poldſtädter Theater fand zur Einnah me des Hrn. Lang die erſte Hälfte der erſten und lezten Vorſtellung des: Salamander's ſtatt. Der Eiſer der Direktion ſcheint mit den Jahres⸗ zeiten gleichen Schritt zu halten; im Sommer iſt er recht warm, im Winter erkältet er, denn man denkt ſich: Die Leute gehen doch in's Theater. Schöne Maximen! Dieſer Salamander erlebte in der erſten

Hälfte ſeines dritten Aktes einen ſel⸗ tenen Vorfall, d. h. der Vor fall der Vorderkortine, indem das Publikum, mit Recht über Benefiziant und Direktion erzürnt, das Stük nicht zu Ende ſpielen ließ. Das Joſeph⸗ ſtädter Theater befindet ſich jezt unter der Leitung eines proviſoriſchen Di⸗ rektors Hrn. Nepomuk Scheiner(Bru⸗ der des vorigen Direktors), dem noch ein Ausſchuß, namentlich die Herren Kreutzer(für die Oper), Kindler und Dietrich(für das Schauſpiel) beigege⸗ ben iſt. Dieſe verwalten nun das Gan⸗ ze mit vieler Umſicht, indem ſie ein ganz neues Schauſpiel-Repertoir bil⸗ deten, und mehrere überflüſſige Mit glieder der Oper und das ganze Ballet (summa summarum 56 Perſonen) ent- ließen. Das Publikum nimmt an dem Schikſale dieſes Theaters den innig⸗ ſten Antheil, wie es jezt der häufige

und zahlreiche Veſuch deutlich beweiſt. Policinello.

Rorreſpondenz.

Paris. Zu Nogent le Notron hatte man; vor Kurzem in einer Me⸗