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und hat ein Kaliber von 4 Zoll. Die nach vielfacher Diskuſſion, die Univer—
Geſchichte erwähnt der gänzlichen Ver⸗ nichtung eines holländiſchen Geſchwa— ders, welche wenige Jahre nach obigem Datum an dieſer Küſte erfolgte.— Die Eigenthümer der Pariſer Fiaker und Kabriolets haben einſtimmig die Taxe für eine Fahrt auf 1 Franc (22 kr. C. M.) für die Fiaker, und auf 15 Sous(17 kr. C. M.) für das Kabriolet herabgeſezt. Bei Fahrten nach Stunden behalten ſie ihre gewöhn— liche Taxe. Die Eigenthümer haben ſich verflichtet, keine Erhöhung der obigen Preiſe vor dem Jahre 1845 ein⸗ treten zu laſſen.“)— Die neueſte Oper Meyerbeers heißt Leonore, und der Stoff iſt aus der VBartholomäusnacht genommen.— 1
*) Bei uns, wo Subſiſtenzmittel und Futterage um ſo Vieles billiger als in der Seineſtadt zu ſtehen kommen, ſind die Fiaker noch ein⸗ mal ſo theuer. Sie ſtehen lieber unbeſchäftigt den ganzen Tag auf ihrem Plaze, als dem Publik um für mäßigen Lohn dienſtbar zu ſein. R.
Miszellen.
Bon n. In den einzelnen Sektio⸗ nen der Naturforſcher u. Aerzte herrſcht ſehr große Thätigkeit; mit Wärme, mit Liebe zur Sache wird überall ge⸗ arbeitet, die öffentlichen Sammlungen ſind zu jeder Zeit beſucht; dagegen fehlt es auch nicht bei den feſtlichen Gelagen an Theilnahme(Feſtliche Gela— ge! Wie kommt ſolcher Epicurismus zu den Wiſſenſchaften?) Bemerkenswerth iſt vor Allem die ſchöne Reiſe auf drei Dampfſchiſfen nach Köln, die am lezten Sonntage ſtattgefunden hat. Am Mon⸗ tage war die zweite allgemeine Ver⸗ ſammlung, und heute, am 23. Sept., die dritte; in der heutigen wurde,
ſitätsſtadt Jena zum nächſtjährigen Ver⸗ ſammlungsorte gewählt, und die Ge— ſchäftsführung den Herren Profeſſoren Rieſer und Döbereiner angetragen. Am Freitag, den 25. wird die lezte allge⸗ meine Sizung ſtattfinden. In der 2. Si⸗ zung der Naturforſcher und Aerzte am 19. Sept. ſprachen 1) Profeſſor Berthold aus Göttingen über die Verbreitung des Schalls; 2) Dr. Creve aus Frank⸗ furt a. M. über fehlerhafte Schädel⸗ bildung; 5) Profeſſor Geiger über die Einrichtung ſeiner allgemeinen Phar— macopä; 4) Dr. Zennek aus Tübingen über die Gerüche; 5) Dr. Neef aus Frankfurt über Elektrizität und Gal— vanismus, und 6) Dr. Schmitt aus Paderborn über die Frauen. A.
London. Das kleinſte Muſter einer arbeitenden Maſchine, welches in der Welt exiſtirt, dürfte wahrſcheinlich im Beſiz des Hrn. Toplis in Leiceſter⸗ ſquare zu London ſich befinden, der im Muſeum der Nationalmanufakturen an— geſtellt iſt. Es iſt das arbeitende Mo⸗ dell einer Hochdruk-Dampfmaſchine, welches aus Silber ver fertigt, in al⸗ len Theilen vollſtändig iſt, und nicht über 250 Gran wiegt. Das Ganze, den Keſſel eingeſchloſſen, kann mit ei⸗ nem Fingerhut bedekt, und dennoch Dampf genug darin erzeugt werden, um die Maſchine über fünf Minuten in Bewegung zu erhalten. M.
Moskau. Hier hat man eine ſeltſame Erſcheinung bemerkt, es be⸗ ſizt nämlich ein Knabe von zehn Jah⸗ ren eine außerordentlich tiefe Baß⸗ ſtimme, während der Vater deſſelben, ein Mann von 52 Jahren, eine vor⸗ treffliche Diskantſtimme beſizt. D.
Nüvnberg. Merkwürdig iſt eine Polemik, die ſich in den amerika⸗ niſchen Zeitungen kürzlich über den Geburtsort Paganinis erhoben hat. Die


