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de nach dem Fußfall vor Heinrich dem Löwen(Herr Rott) gerufen und am Schluſſe noch einmal mit den Herren Beſchort und Devrient. Die äußere Ausſtattung war ebenfalls tadellos, be⸗ ſonders aber das Innere der Peters kirche und die Schlachtfeld-Szene ſehr gelungen. Da in unſern Tagen, wo die Muſik immer mehr allgemein geübt wird, troz dem zu bemerken iſt, daß es mehr als ſonſt an ausgezeichne ten Sängern und Sängerinen fehlt, ſo freuen wir uns darauf, im königſtädti⸗ ſchen Theater heut einen Tenoriſten zu hören, den königl. baieriſchen Hof ſänger, Herrn Bayer, der in Berlin zum Erſtenmale gaſtirt, in Süddeutſch⸗ land aber ſchon einen guten Namen ſich erworben hat. Um ſich gleich beſ ſer unſerm Publikum zu empfehlen, als die Partie des Graf Almaviva in RoſſinisBarbier von Sevilla geſtat tet, wird derſelbe mit Delle. Vial in einem ganz neuen Duett von Doni zetti ſich hören laſſen.(Hr. Bayer war bekanntlich auch vor einigen Wo chen in Peſth, doch hatten wir leider keige Gelegenheit ihn zu hören.)

B. 3.

Miszellen.

Mailand. Ueber das bereits durch öffentliche Blätter gemeldete Er⸗ eigniß in Aleſſandria meldet das Echo Folgendes:Ein höchſt trauriges Er⸗ eigniß trug ſich am 5. v. M., Nach⸗ mittags 57 Uhr, in der piemonteſiſchen Stadt Aleſſandria zu. Ein Ifraelit wollte ſich mit einer ſeiner Glaubens⸗ genoſſinen vermählen und lud zu die⸗ ſem Feſte mehrere ſeiner Glaubensge⸗ noſſen und andere Vekannte aus der Stadt und ihrer Umgebung ein. Un⸗ ter den Gäſten befand ſich auch der Oberſt des 2ten Regiments von Aoſta mit mehreren Offizieren und der Re

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giments⸗Muſikbande. In dem Au⸗ genblike als dieſe leztere zu ſpielen anfing, ſtürzten plözlich zwei Balken der Deke des Geſellſchaftsſaales im dritten Stoke ein, durchſchlugen den Boden und die Zimmerdeken der unte ren Geſchoſſe bis zu ebener Erde und begruben unter den Trümmern die ge⸗ ſammten verſammelten Hochzeitsgäſte, 86 an der Zahl. Von dieſen blieben 47, worunter 17 Katholiken, auf der Stelle todt; 16 wurden ſo ſchwer ver wundet, das man an ihrer Rettung zweifelt, und 22 wurden weniger be⸗ ſchädigt. Das te Regiment aus Aoſta betrauert unter den Todten ſeinen Oberſten Ritter Angiok, die Haupt⸗ leute Baron S. Alberto und v. Moſſo; ferner büßten bei dieſer Gelegenheit unter anderen noch der Plazlieutenant Vaccarone und zwei Judividuen der Regimentsmuſik, ſo wie ein Rabbiner nebſt ſeiner Frau ihr Leben ein. London. Ein Schreiben aus Cuddalore(Oſtindien) in indiſchen Blät⸗ tern, welches der engliſche Courier mit theilt, erzählt Folgendes:Nächſtens wird eine zum Tode verurtheilte Frau wegen eines Mordes hingerichtet wer⸗ den, der an Scheußlichkeit nicht über troffen werden kann. Ihr Mann hatte ihr Hammelfleiſch gegeben, welches ſie zum Abendeſſen zurichten ſollte; als das Gericht beinahe fertig war, kam ihr Liebhaber und ſchmeichelte ihr das Fleiſch ab, welches er, da er gerade ſehr hungrig war, auch völlig verzehr⸗ te. Die Frau, welche ihres Mannes Schelten fürchtete, und kein friſches Hammelfleiſch herbeizuſchaffen wußte, tödtete kaltblütig ihr zweijähriges Kind, richtete von dem Fleiſche de ſſel⸗ ben ein anderes Gericht zu, und trug es ihrem Manne auf. Dieſer, der die Knochen kleiner und zarter fand, als dies bei Hammelfleiſch gewöhnlich iſt, beſchuldigte ſie zuerſt, ihm Ziegen⸗