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tes Konzert im Redoutenſaale, das abermals eine äußerſt gewählte, gebil—⸗ dete und zahlreiche Verſammlung an- zog. Nach der mit Präziſion ausge— führten klaſſiſchen Ouverture von Mo— zart, zu deſſen„Figaro“, ſpielte Hr. Ouey ein Konzertſtük von Beriot mit ſolch einer außerordentlichen Vollendung, ſolcher Eleganz und Grazie, und einer ſichern, nie ſchwankenden Vehandlung ſeines Inſtruments, daß ihm ungetheil⸗ ter Beifall zu Theil ward. Hierauf ließ ſich unſere rühmlich bekannte Pia— niſtin, Mad. Breuer geb. Pfef⸗ fer, in einer Fantaſie für das Pia— noforte über Motive aus der Straniera von Thalberg, hören und entzükte die Zuhörer durch ein eben ſo kunſtfertiges Spiel, als ganz angemeſſenen, gefühl— vollen Vortrag. Das Inſtrument, das ſich durch ſolch einen trefflichen Ton auszeichnete, erregte auch die Aufmerk— ſamkeit der Sachverſtändigen. Es kommt aus der Werkſtätte des Hrn. Inſtrumen⸗ tenmachers Pachl in Peſth, der ſich durch ſeine Arbeiten rühmlich auszeich— net.— Der Konzertgeber trug dann Violin- Variationen von Rode auf der G-Saite allein vor. Dieſes Kunſt— ſtük, von der Erfindung Paganinis, hat ſchon ſo manchen, mehr oder min— der glüklichen Nachahmer gefunden. Aber das, was Hr. Oury leiſtet, kann man kaum Imitation nennen, denn er entwikelte darin ſo viele Ori— ginalität, ſo unabhängig von ſeinem Vorbilde, daß ſich beide große Künſtler nur für ſich allein beurtheilen ließen. Wir glaubten eine Sängerin mit gro— ßer Kehlen-Oeläufigkeit, Bravour, Ge— fühl und ſchmelzenden Tönen zu hören, und dies Alles einer einzigen Saite entlokt! Außerordentlicher Applaus folgte dieſer erſtaunenswürdigen Lei—⸗ ſtung.— Nach ihm ſang Mad. Mink eine große italieniſche Arie, mit ihrer reinen, biegſamen und metallvollen

Stimme, bei der wir diesmal auch etwas Gemüth wahrnahmen, und erntete vie— len Beifall. Zum Schluß ſpielte Hr. Oury eine Mazurka mit Introduk⸗ tion, von ihm ſelbſt komponirt. Dieſe Kompoſition kann zwar den etwas leich— ten Gehalt nicht verrathen, aber ſie wurde ſo unendlich fertig, ſo geſchmak⸗ voll und ſo geiſt- und ſeelenvoll vorge— tragen, daß ſie ein höchſt intereſſantes Leben erhielt, wie nun Alles unter ſolchen Meiſterhänden ſiegreich vegeti— ren muß. Der Beifallsſturm wollte kein Ende nehmen, und der Wunſch ſprach ſich laut aus, der große Künſt— ler möge uns noch in einem Paar Kon⸗ zerten erfreuen.(Er ließ ſich geſtern zum drittenmal(im Theater) hören). E. v. H.

Miszellen.

Wien. Hr. Voigtländer junior wird noch in dieſem Frühjahr zwei Dampfwagenfahrten im Prater veran— ſtalten und dann über Peſth nach St. Petersburg abgehen. A.

London. Ein Todtengräber in London zankte neulich mit ſeiner Frau, und gab ihr einen ſo derben Schlag, daß ſie gegen das Kamingeſimſe tau— melte, hinter welchem ſogleich zwei Souveränsd'or hervorrollten. Augen— bliklich ſchloß das Ehepaar Friede, und unterſuchte gemeinſchaftlich die Gegend, wo das Gold hergekommen war. Es fanden ſich noch 170 Stük Souveränsd'or vor, und die Frau erzählte jubelnd ihren Nachbarn, daß dies der glüklichſte Schlag geweſen ſei, den ſie jemals er⸗ halten habe. Das Geld rührte wahr— ſcheinlich von einem, früher in derſel— ben Kammer wohnenden Geizhalſe her, der im Spitale geſtorben war. M.

Paris. Ein reicher Bürger in der Normandie hatte die ſixe Idee, ſich