Jahrgang 
Band 1 (1835)
Seite
262
 
Einzelbild herunterladen

262 8 N

peten, ausgeführt von dem ſämmtlichen Chorperſonale der hieſ. Bühne und den beiden Muſik⸗ Corps das 5. Artillerie- und des Koudelka'ſchen Regiments. Es herrſcht Geiſt, Gemüth und Melodie in dieſer Tondichtung, die die vollſte Wir kung hervorbringen muß, und der Kompoſiteur hat einen neuen Beleg ſeines reichen Talentes geliefert. Schade, daß das Schmettern der Trompeten die Worte übertönte, ſo daß ſie faſt unver⸗ nehmbar blieben. Von den mitwirkenden Künſtlern an dieſem Abend zeich⸗ neten ſich unſere beiden trefflichen Vio⸗ linſpieler, die Hrn. Taborsky, der Variationen über ein ungariſches The ma mit gewohnter hoher Virtuoſität vortrug, und Szerwaſcinsky, der ein Conzertino von Veneſch mit ſolch außerordentlicher Kunſtfertig keit ſpielte, daß er dreimal hervor gerufen wurde: Die, ungariſchen Sänger, Mad. Chiabai und Hr. Szerdahelyi, ſangen ein italieni ſches Duett in ungariſcher Sprache und erhielten vielen Beifall. Hr. Volk⸗ mar war in zſeiner Deklamation et was befangen, ſprach aber äußerſt richtig. E. v. H.

Miszellen.

Frankfurt. Hier wurde Dr. Schuſter, Redakteur des Konverſations blattes, von 2 Schauspielern z wei⸗ ten Ranges(wie ſich immer nur ſol che zu dergleichen Exceſſen verleiten laſſen) in ſeiner Wohnung thätlich an gegriffen und mißhandelt, die Schau ſpieler aber am Abend, als ſie ſich ins Theater begeben wollten, arretirt. Veranlaſſung zu jenem Angriffe gab

eine im Konverſationsblatte enthalte⸗ ne Kritik über ihr Kunſttalent, die

übrigens nicht von Or. Schuſter ſelbſt herrühren ſoll. P.

Berlin. Am 12. April iſt Mad. Crelinger mit ihren beiden, der Kunſt ſo Vieles verſprechenden Töchtern nach Wien abgereiſt, wo die ſelben auftreten werden. Von dort wollen ſich die jungen Künſtlerinen, wie wir hören, auch nach andern Thei len des ſüdlichen Deut ſchlands wenden. Indeſſen dürfen wir den Kunſtfreun den Berlins die angenehme Nachricht ertheilen, daß wir dieſe jungen Ta⸗ lente nicht ganz verlieren, ſondern ſie unter unſern Augen ſich weiter ent wikeln ſehen werden, da dieſelben für unſere Bühne gewonnen ſind. Haupt- ſächlich iſt dabei wohl der Umſtand er⸗ freulich, daß die Töchter der Leitung ihrer Mutter auf der ſchwierigen Bahn der Kunſt nicht entnommen werden. V.

Leipzig. Folgendes ſind die⸗ jenigen Buchhandlungen, deren Ver lags-Artikel in dem diesjährigen Oſter⸗ meß⸗Katalog die Zahl 20 erreicht und überſteigt: Vaſſe 74, Reimer 71, Mainz 50, Levrault 44, Metzler 42, Cotta 41, Brockhaus 39, Reitzel 36, Hoff⸗ mann und Campe 35, Haaſe Söhne 35, Hahn 34, Schloſſer 31, Arnold und Steinkopf jeder 29, Gödſche 28, Per thes und Beſſer 27, Duncker und Hum bolt, und Franz jeder 27, Friedrich Fleiſcher, Gerold und Mayer jeder 26, Barth 25, Baumgärtner, Heinrichs, Leske und Voigt jeder 24, Vädeker und Schubothe jeder 25, Vetter und Roſtosky und Weidmann jeder 22, Brodhag, Herold, Kollmann in Leip⸗ zig, Max und Co. jedor 21, Voß, Frieſe, Hammerich, Kollmann in Augs⸗ burg und Löflund jeder 20. V.

Athen. Die Nachgrabungen auf der Burg, bart am Unterbau des Parthenon, werden mit Eifer ſortge⸗