Jahrgang 
Band 1 (1835)
Seite
166
 
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166 Widerſtand eine Anklage gegen ihn er⸗ mitCrispus vor deſſen Tode. Die hebt, wie die der Phädra gegen Hyp⸗ Ausführung der Oper war wohlſtudirt polit, ſo daß Crispus als Opfer fällt. und zeugte von vollem Elfer; doch Die Geſchichte überliefert uns dies als glau ben wir, daß es zu erhöhter Wir⸗ Thatſache, und wenn die Aehnlichkeit kung führen würde, wenn in den lei⸗ mitPhädra Rallerdings nicht zu be⸗ denſchaftlichen Szenen durch etwas ra⸗ ſeitigen war, hätte der Verfaſſer doch ſchere Tempi die Gluth ſich verdichtete. mehr thun müſſen, als eben ſich an die Daß von den Proben die Sänger und Geſchichte halten; für die Oper bedarf Sängerinen mitunter etwas angegrif⸗ es der Steigerung geiſtiger und ſinn⸗ fen ſchienen, verbürgt uns eine noch licher Zuſtände, doch nicht ſkizzirtes beſſere Aus führung in den folgenden Aneinanderreihen der Angaben eines Vorſtellungen. Olle. Hähnel( Fauſta) hiſtoriſchen Lexikons, nicht ein bloßes ſang ſo ausgezeichnet, wie wir es von Verwandeln von deſſen Proſa in metri⸗ dieſer Künſtlerin gewohnt ſind; die ra⸗ ſche Trokenheit. Die Charaktere ſind ſcheren Tempi würden aber beſonders obenein aus der alten Zeit in das Neu⸗ ihre Partie treffen, namentlich in ih⸗ Italieniſche übertragen; ſie ſind hohl, rer lezten Szene, wo damit die Ver⸗ verweichlicht und ſchwankend. So wur⸗ kehrtheit des Ver faſſers, nach der ent⸗ de alſo dem Komponiſten nicht günſtig ſezlichen Nachricht vom Tode des Eris vorgearbeitet, aber dennoch muß man pus dieFauſta zu einer(unmögli ihm das Zeugniß geben, daß ſeine Mu- chen) Verſöhnung mit ſich ſelbſt kom⸗ ſik in den meiſten Einzelnheiten, und men zu laſſen, zu verhüllen wäre. Hr allenfalls ganz abgetrennt von dem 3(Crispus) macht hier, Stoffe, rein für ſich betrachtet, aub nac dem ſchwärmeriſchen Ausdruk, dem Talent bervorgegangen und von den deklamatoriſchen geltend; wir ha⸗ guter Wirkung iſt. Das Meiſte davon ben in dieſer Richtung ihn nle beſſer gehört der Konzert-Muſik an und die, gehört. Hr. Fiſcher 6, Conſtantin) hat Muſik⸗Liebhaber thun am beſten, die doch einmal wieder elne Partie, in der Viecen in ſolcher Aaſicht zu hören; da ſich ſein Talent äußern kann(davon wird ihnen Vieles ſehr behagen und abgeſeben, daß der Verfaſſer an ſeinem der Komponiſt ſich in die Reihe der Charakter die meiſte Sünde beging); Würdigen geſtellt ſehen, wenn man ihn elne Gelegenbelt, die der Künſtler ſich auch von dem Vorwurf, einen unfrucht⸗ lauch nicht entgehen läßt. Dlle. Beckär baren Text behandelt zu haben, nicht(Vero) und Hr. Greiner Maxi- freiſprechen kann; freilich ein Vorwurf, mianus), der durch die Stimmlage des viele Komponiſten trifft. Vor- ſeiner Partie wieder zu großer An⸗ züglich gelungen ſind die Introduktion, ſtrengung gezwungen iſt, verdienen die folgende Szene derFauſta, vor ebenfalls hml ich genannt zu werden. Allem der Moment in der dritten Sze⸗ Die äußere Ausſtattung macht der den we Constantin binzutritt; die Ka- Dühne Ehre; impoſant iſt der er ſte taſtrophe in der Zuſammenkunft der bunte Zug, bis aufs Kleinſte in neuem verbrecheriſchen Gattin mitCrispus und ſchonem Koſtüm; glänzend und ge und das ſich auſchließende Finale. Im ſchmak voll die Dekoration des Kapitols, zweiten Akt hebt ſich die Klage des elnſach würdig der Senats⸗Saal. V. Erispus zu den Füßen des Vaters London. Herr Laporte iſt von berver, ferner die Arle derBeroe Wien zurük, wo er eine talentvolle und die Zuſonmenkunft derSauſtae] Prima Donna engogirt hat; unftk