118

richten die neueſten Blatter mehrere unglükliche Duelle, die mit dem Tode eines, ja in einem Falle beider Geg⸗ ner endigten. Zu Aix verweigerte der Pfarrer einem im Zweikampfe gefalle⸗ nen Offizier die Beerdigung. B. Paris. Ein achtjäbriges Wun⸗ derkind, welches, Griechiſch, Latein, Engliſch und ſelbſt Cbineſiſch fertig vom Blatte überſezt, macht hier großes Auf⸗ ſehen und iſt ein Sohn des berühmten Weltumſeglers d' Urville. Der Knabe verſteht nicht bloß das Geleſene, ſon⸗ dern weiß auch genauere grammatikali⸗ ſche Rechenſchaft zu geben. Das äußerſt ſchwierige Chineſiſche lernte er in ei⸗ nigen Monaten. B. Koblenz. In der Nähe unſe⸗ rer Stadt wurde am 4. Febr. abermals eine Wölſin erlegt. Beim Aufbrechen derſelben ergab es ſich, daß ſie mit ſie⸗ ben Jungen trächtig ging; man rech⸗ net, daß in den lezten 2 Jahren über 200 Schafe in dieſer Gegend von je⸗ nen Raubthieren zerriſſen wurden. P. Paris. In der Sizung der Pariſer Akademie der Wiſſenſchaften vom 26. Jan. kam die beachtungswer⸗ the Bemerkung eines Or. der Medizin, Namens Stark, zur Verathung, daß Kleider und überhaupt alle Gegenſtände, (unter ſonſt gleichen Verhältniſſen der Empfänglichkeit) üble Gerüche in dem Maaße anziehen und feſthalten, als ihre Farbe dunkler iſt. Or. Stark bewies dieſe Anſicht umſtändlich und ſchließt, daß es wünſchenswerth wäre, in allen Spitätern und Krankenhäuſern die Wände zu weißen und nur weiße Klel⸗ der und Mobilien anzuſchaffen. B. NewYork. Ein ausgezeich⸗ neter Advokat im Ohio⸗Staate ſchloß kürzlich eine pathetiſche Rede mit fol⸗ genden Worten:Der Schatten der Nacht hatte die Erde in Dunkelheit gehüllt; die ganze Natur lag da, in tiefes Sinnen perſanken; do ſtürzten

gleich einem mächtigen Waldſtrome don den Bergen herab, die Spizbuben, die Angeklagten, auf die Wohnung des Friedens und Glükes, erbrachen des Klägers Thüre, trennten die weinende Mutter von dem ſchreienden Kinde, und nahmen meines Klienten Büchſen mit, wofür wir, Gentlemen von der Jurp, bloß 15 Dollars verlangen. * Paris. Fünfzebnbhundert Ba, kergeſellen haben eine philanthropiſche Geſellſchaft gebildet, welche zum Zweke bat, Diejenigen unter ihnen, die we gen Krankheit oder Schwäche nicht mehr arbeiten können, zu unterſtüzen. B. Paris. Die Einnahmen der Stadt Paris betrugen 1833 40, 157,690 Fr. 60 Zent., 1854 43,622,117 Fr. 98 Zent., zuſammen 83,779,808 Fr. 58 Zent.; die Ausgaben beliefen ſich im Jahr 1833 auf 38,264,438 Fr. 21 Zent., 1854 auf 30,570,979 Fr. 62 Zent. zu ſammen 68,855,414 Fr. 83 Zent., wodurch ſich am 26. Dez. v. J. in der Kaſſe ein Ueber ſchuß von 14,944,363 Fr. 75 Zent. ergab. B. Paris. Abermaliger Verſuch el⸗ nes Selbſtmordes aus Liebe. Der junge P...., 18 Jahr alt, liebte, ohne je⸗ doch den Muth zu haben, ſeine Leiden⸗ ſchaft zu äußern, ein älteres Mädchen, Dlle Cäcilie B.., welche bereits 25 Jahre zähtte, aber ſehr ſchön und lie⸗ benswürdig war. Dieſe vermählte ſich mit einem andern Bewerber, ohne eine Ahnung von der Geſinnung des Jüng⸗ lings zu haben. Als die Helrath ſchon feſtgeſezt war erfuhr es derſelbe erſt 5 und vorgeſtern hat er ſich durch Kob⸗ lendampf zu erſtiken verſucht. Er wurde aber durch den ſeltſamſten Zufall(recht eigentlich Zu falt) gerettet, denn eine Nachbarin, die das Stöhnen des Sterbenden hörte, wollte darnach ge⸗ ben, tien im ſiaſtern Kerrider an eint