Jahrgang 
Band 1 (1835)
Seite
41
 
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Kunst, Eleganz und Mode.

(Achter Jahrgang.)

f Halbjähriger Preis 4 fl., mit freier Poſtzu⸗ 2 Man pränumerirt im Kommiſſionsamt zu Ofen ſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten 2(Feſtungsauffahrt), in Ferd. Tomalas Kunſthand⸗ Kupferabdrüken 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M.? lung zu Peſth und bei allen k. k. Poſtämtern.

Paris ſonſt und jezt.

Von Henry Lytton Bulwer.

Vor Kurzem hat Henry Lytton Bulwer, ein Bruder des Modeſchrift ſtellers und gleich ihm Parlamentsglied, eine Schrift über Frankreich heraus gegeben, unter dem Titel: France, social, literary, political. Wir beeilen uns, einige Abſchnitte daraus mitzutheilen, welche das günſtige Vorurtheil, das der Name des Ver faſſers erregt, beſtätigen werden.

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Schon oft habe ich mich darüber gewundert, welche große Aehnlichkeit die Zeit, welche faſt an allen Elementen der Exiſtenz eines Volks rüttelt und ſie umändert, doch zwiſchen einem Jahrhundert und dem andern läßt. Im Leben einer Nation, wie während des Lebens eines Individuums, wechſelt der Körper mehr als einmal alle kleinſten Theile ſeiner Materie, und wie uns ein Blik auf die Sonnenuhr die Vahn zeigt, welche der Weiſer zurükgelegt hat, ſo lieſt ein verſtändiger Blik die Geſchichte eines Landes aus den Zei⸗ tungen, die auf dem Tiſche liegen. Ein Sizilianer entwirft folgende Skizze von Paris zur Zeit Ludwigs XIV.Ohne Uebertreibung, ſagt er,kann man Paris als ein ungeheures Hotel betrachten: überall ſieht man Kaffe häuſer, Eſtaminets, Schenken und ihre Beſucher; immerfort rauchen die Küchen, und das Eſſen nimmt kein Ende. Der Luxus in Paris iſt wirklich ungeheuer; ſein Wohlſtand könnte drei Städte bereichern. Ueberall reiche, glänzende Kauf läden, wo man Alles feil hat, was man entbehren kann, wie Alles, was man braucht. Jedermann will auf glänzendem Fuß leben, und der ärmſte Edelmann will es eiſerſüchtig ſeinem reichen Nachbar gleich thun. Ohne VBän⸗