Jahrgang 
Band 2 (1840)
Seite
836
 
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zelner Gewerbszwelge und die Verarmung der Betheiligten die natürliche Folge. Sie haben oft Ehrgefühl genug, nicht um Almoſen zu betteln, oder öffentliche Arbeitsbhäuſer u. Wohlthätigkeits-Anſtalten in Anſpruch zu nehmen. Um ſo reinlicher iſt ihre Lage Aber auch Akerbau- u. Handeltreibende, Künſtler u. Ge lehrte kommen durch Krankheit und unvorhergeſehene Unglüksfälle nicht ſelten in die harten Arme der Armut h. Dies hat den Dr. G. M. Amtbor in Co burg veranlaßt, dieGründung einer Aktien-Geſellſchaft zur Verhütung der Verarmung imAllgemeinen Anzeiger vorzuſchlagen. Tritt dieſe Aktien-Ge ſellſchaft in's Leben, ſo iſt jedes Mitglied für 9 fl. 36 er. jährlich berechtigt, in jeder Noth die Hilfe der Geſellſchaft in Anſpruch zu nehmen. Es wird ihm dann, wenn wirklich Noth da iſt, eine Summe von 300 fl. Rhein. obne Zin⸗ ſen ausgezahlt, mit der Bedingung, von 6 zu 6 Monaten von je 100 Thalern 2 fl. Rhein zurükzuzahlen. Dabei kann jedes Mitglied jährlich eine von den 1000 Prämien(von 7 bis zu 100 fl.) gewinnen. Dies Alles ſieht nach un ſerm Berſtändniß und wie es imAllgemeinen Anzeiger auseinander geſezt iſt, recht menſchenfceund lich und wirklich praktiſch aus. Jedenfalls verdient Alles, was gegen die Armuth und noch mehr was gegen Verarmung gethan wird, die begeiſtertſte Theilnahme und Unterſtüzung. Armuth iſt eine Macht, welche auch die edelſten und reinſten Menſchen oft morgliſch ſchwächt und gar vernichtet. Die Kerker würden kaum ein Drittheil der jezigen Verbrecher einſchließen und ſie des ſrelen Lichtes und der freien Luft berauben, wenn nicht zwei Orittheile von der Armuth zu Ver brechen geſchleudert wären, für welche ſie jezt büßen. Ein durch greifendes Inſtitut zur Verhütung der Verarmung, der oft die beſten, tüchtig ſteu Nenſchen durch eigene Kräfte nicht entgehen können, wenn ſie das Unglük von mehren Seiten erfaßt, gehört unſtreitig zu den heiligſten, ſegenreichſten und ue Unendliche fruchtbringenden Unternehmungen. Möchte Jeder das Seine dazu beitragen, denn darauf kommt's an!

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15 2. Um mir und meinen Verfolgungen zu entgehen, vertraute ſich ein edles Geſchwiſterpaar Meeresfluthen an: die Schweſter kam um und gab dem Meere den Namen, der Bruder rettete ſich und brachte dem Gott ein wobl bekanntes Opfer dar. Mich ſelbſt verfolgte die rächende Nemeſis und mein Grab ward das Meer. 1 2. Den Haß der Juno, die des Gatten Fehl an mir beſtraft, wußte bitter ich fühlten. Erſt ſpät ward wieder ich das ſchöne Mädchen; einen anderen Namen empfing ich mit dem Gatten und ward der Göttinen Erſte in einem Land, das Herodot zuerſt beſchreibt. 3 4 5 6 2 nennt dir einen mächtigen, deutſchen Kirchenfürſten des Mittelalters, der Vormund eines Kaiſers wurde, der vor dem größten aller Päpſte im Bußgewand erſchien. 1 7 3 7 5 6 4. Dies Wort bezeichnet dir ein Thal bel Jeruſalem. Weil dort in früheſter Zeit die Juden einem Gözen Menſchen gar verbrannten, ſo wird mein Name bildlich dann als Ort der ewigen Verdammniß oft gebraucht. 6 2 4 3. Ich war der Einzige, der nach des Ewigen weiſen Wil len dem Untergang entkaw. Den Regenbogen begrüßt' ich froh: er ließ mich