Jahrgang 
Band 2 (1840)
Seite
829
 
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Der Spiegel

für KRunſt, Eleganz und Mode.

Dreizehnter Jahrgang.

Halbjährlger Preis 4 fl., mit Poſtverſendung s fl. Auf Vellnpapler mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrel 6 fl. C. M. Man pränumerlirt eim Kommiſſlonsamt zu Ofen Feſtung außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bel allen k.k. Poſtämtern.

104 5. Mittwoch, 30. Dezember. 2840. e (Beſchluß.)

Erinnerſt du dich, lieber Ludwig, des armen Bukligten, der dir lieb war, deſſen Launen du ertragen, den du getröſtet haſt? Dieſer Vukligte iſt jezt verheirathet, hat Kinder und iſt ungemein glüklich. Dieſer Brief iſt von ihm Das Unglük macht blind wie das Glük. Als ich unſere Vaterſtadt verließ, haßte ich mich ſelbſt und liebte dich nicht mehr. Jezt denke ich mit Rührung und mit Unwillen gegen mich ſelbſt daran, daß ich deine lange treue Freundſchaft verken nen konnte; ich kann es mir kaum verzeihen, daß ich undankbar gegen dich ge weſen. Ich habe eine Frau, eine liebe Frau, Heinrich! Das Glük, das ich ſo lange träumte, ich genieße es in ſeiner ganzen Fülle. Die Verzweiklung triel mich an einen Abgrund, von dem mich Gott gnädig gerettet hat, um mich Mann und Vater werden und dadurch ein Glük genießen zu laſſen, das noch größer iſt, als meine Einbildungskraft ſich je vorgemalt. Um mich wachſen drei Kin der heran, auf die ich mit Wonne blike und die meine anbetende Liebe für die Frau noch erhöhen, von der mir dies Geſchenk gekommen iſt. Sage den Mad