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zog im Peſther Redoutenſaale ein ſchönes Pu⸗ blitum an und die excellenten Künſtler ärn— teten wieder den wohlverdienteſten Beifall.
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Heute findet im Ofner Theater, das von Hrn. Anton Doleczalek, Direktor des Blindeninſtituts, zum Beſten deſſelben, ver— anſtaltete Konzert ſtatt, wobei die ausge— zeichneten Virtuoſen Fesc a und Moralt mitwirken werden. Anfang um 6 Uhr.
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Empfehlung eines ſehr nüz⸗ lichen Jour nals. Der geſammten Han— delswelt, ſo wie allen Geſchäftsleuten em— pfehlen wir die zu Trieſt erſcheinende von Hrn. J. Löwenthal umſichtig redigierte Zeitſchrift:„Journal des öſterrei⸗ chüſchen Lloyds.“ Sie enthält treffliche merkantiliſche und induſtrielle Aufſäze, ſchnelle Handelsnachrichten aus allen Thellen der Welt, die neueſten Preiskurante aller Waa— ren und viele andere gemeinnüzige Dinge.— Man pränumerlrt bei allen k. k. Poſtämtern.
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Karnevals⸗Prognoſe. Den zahl⸗ reichen Freunden der Redouten, der Seele der Karnevals- Unterhaltungen, ſtehen für den kommenden Faſching ganz beſondere Ge— nüſſe bevor. Wie wir hören, rüſtet ſich Herr Emmerling mit aller Macht, um dem Publikum das Erfreulichſte zu bieten. Alle Vorkehrungen werden von ihm getroffen, um die Maskenbälle, dleſe Würze der Karnevals— freuden, ſo glänzend als möglich auszuſtat— ten. Vorzüglich iſt es ihm gelungen, wieder den rühmlichſt bekannten Kapellmeiſter Franz Morell zu gewinnen, dem es wieder ſeinerſeits gelang, ein Orcheſter zuſammen— zubringen, das alle frühere an Gehalt und Maaß überbleten wird. Jedes einzelne Mit— glied deſſelben iſt ein tüchtiger Muſikus und noch nie wird ein ſolches Zuſammenwirken, ein ſolches harmoniſches Ganzes in dleſen Sälen zum Tanze aufgefordert haben. Au— ßerdem werden alle andern Arrangements ſo eingerichtet, daß für das Vergnügen und den Comfort des Publikums kein Wunſch zurük— bleiben wird. So überlaſſen wir uns indeſ— ſen den Vorfreuden, die auch was ſind, bis wir in ein Paar Wochen die Genüſſe in vol— len Zügen werden ſchlürfen konnen. Schon
am Neujahrstage iſt General- Muſek— probe im Redoutenſaale, wobei ſich Jeder— mann einen kleinen Vorgeſchmak wird bei—
bringen konnen. ——
Mädchenſchule. Bei dem baldigen Beginne des neuen Jahres fühlen wir die menſchenfreundliche Verpflichtung, alle um das Wohl ihrer Kinder beſorgten Eltern, auf ein Inſtitut aufmerkſam zu machen, das ſein vor— geſtektes Ziel— die zwekgemäße Erziehung der Mädchen— ſeit ſeinem Beſtehen ſtets mit dem beſten Erfolge gekrönt ſieht. Es iſt dies die Mädchenſchule der Mad. Leſchün⸗ ger in der Feſtung in Ofen. unter der gediegenen, humanen und förderſamen Lel— tung dieſer Frau und der Beihilfe anderer Lehrer, worunter auch ihr Gatte, werden die weiblichen Eleven in allen Vorkenntniſſen nöthiger Wiſſenſchaften, wie Relig on, Sprach-, Schreib- u. Rechnungslehre, Erd— kunde, Geſchichte ze. Ferner in allen weib— lichen Handarbeiten, endlich im Kha— vierſpiele und in der ungariſchen und franzöſiſchen Sprache unterrichtet. Die jährlichen Prüfungen geben hievon die rühmlichſten Beweiſe. Mögen es die Eltern demnach nicht verſäumen, ihre Kinder in die- ſem Inſtitute einer feineren Erziehung und edleren Weltbildung theilhaftig werden zu laſſen! L.
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Gymnaſtiſche Schule. Künftigen Samſtag, den 26. d. M., Vormittag, halb 11 uhr, wird die dlesjährige General- Ver- ſammlung der Aktien-Geſellſchaft der gi m— naſtiſchen Schule, unter dem Päſidlum und in der Wohnung Sr. Hochgebornen den Hrn. Grafen Edmund von Zichy, Protektor dieſer Schule, abgehalten, wozu alle Herren Aktionäre pl. T. höflichſt gebeten werden.
Wegen der Weihnachtsfeier— tage kann künftigen Sonnabend kein Blatt ausgegeben werden. Hingegen erſcheint künftigen Mittwoch, als lez— te Nummer d. J., ein Doppelblatt mit Modenbild u. geſtochenem Titel.
Beilage:„Der Schmetterling.“ Nr. 30.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


