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ned Vaters Garten, da wächſt eine ſchö— ne Blum', Blum', Blum'“; weiter er⸗ kennt man einen Theil des Stunz'ſchen Feſtmarſches, und einige ſpätere Takte aus der Ries'ſchen Feſtouverture.— In dem an literariſchen Geſellſchaften ſo überreichen England hat ſich jezt unter dem Namen„Granger Society“ eine Kunſtliebhabergeſellſchaft gebildet, die bieſem ariſtokratiſchen Lande gewiß ganz eigenthümlich iſt. Dieſelbe hat die Her— ausgabe aller Portraits und Familien— gemälde zum Zwek, an denen England außerordentlich reich iſt. Eine eigene Adels zeitung iſt jedoch noch nicht ent— ſtanden, wie in andern Ländern.
Lokal-Zeitung.
Joſeph Merk. Dieſer berühmte Vir— tuoſe gab am 13. d. ſein zweites und leztes Konzert im Redoutenſaale. Die von ihm aus— geführten Piecen eigener Kompoſition waren: 1. Adagio und Rondo. 2. Variationen. 3. In⸗ troduktion und Variationen über den Schu— bert'ſchen Trauerwalzer. Das Violoncell, die ſes ſchöne Inſtrument, deſſen Töne der menſchli— chen Stimme ſo nahe kommen, bringt unter der meiſterlichen Behandlung dleſes eminenten Künſtlers eine hohe Wirkung hervor. Hier iſt es Geſang, ſeelenvoller, tief ergreifender Geſang, der ſich aller Sinne des entzükten Zuhorers bemeiſtert, u. man lauſcht dieſen ſü— ßen, glatten und ſchmelzenden Tönen, die ſo einſchmeichelnd unſer Gebör berühren, mit athemloſem Schweigen. Die Technik dieſes Meiſters aber iſt das Vollendetſte, was wir in dieſer Art hörten. Die höchſte Präziſton, die makelloſeſte Reinheit und die unerſchütter— lichſte Sicherheit bezeichnen jeden Strich in dieſem unvergleichlichen Spiele, das dabei ei⸗ ne hinreißende Zartheit u. eine exquiſite Ele- ganz zur Schau trägt. Auch die Kompoſitio— nen zeigten ſich ſehr einladend u. effektvoll.— Der Beifall des kunſtſinnigen Auditorlums ſprach ſich in aller Weiſe aus. Der Virtuoſe ward mehrere Male ſtürmiſch gerufen.— In den Intervallen ließ ſich Frln. v. Langh, in einer Cavatine von Perſiani hören. Die ge— ſchäzte Sängerin ſchien zwar nicht wohl dis- ponirt, zeigte aber doch alle Anzeichen elnes
guten Vortrages, was auch allgemeine Aner— kennung fand.— Mad. Grill deklamirte ein artiges Gedicht von Seidl recht artig nnd ärntete großen Applaus. D.
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Literariſches. So eben iſt in der Joſ. Müller'ſchen Buchhandl. in Peſth erſchie⸗ nen: Szent hangzatok Imädsägok. Nach der 6. Aufl. überſezt v. Ant. Sujanſz k y. Dieſe Ueberſezung des hochberühmten Gebetbuches: „Heilige Anklänge“ von P. Stanis⸗ laus Albach iſt dem ungariſchen Publikum, wegen ihrer Trefflichkeit und Richtigteit, da ſie den Sinn, die Gemüthlichkeit und die er⸗ hebende Einfachheit des Originals getreu wie— dergibt, beſtens zu empfehlen. Die äußere Ausſtattung iſt eben ſo elegant wie die deut— ſche. Fünf vortreffliche Stahlſtiche, von den erſten Meiſtern ausgeführt, verherrlichen das Werk, und Druk und Papier ſind vor— züglich. Somit dürfte ſich dieſes Gebetbuch, beſonders bei den jezt ſo bedeutenden Fort— ſchritten der ungariſchen Sprache, ſich ſehr zu Weihnachts- und Neujahrsſpenden eignen.
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Etwas für Damen! Denken Sie ſich, daß zwei ungeheure Feinde, die Sie, ſchönes Geſchlecht, Jahre lang auf den Armen tru— gen, von wo aus ſie ſich mit der größten Erbitterung bekämpften, jezt in dem kriege— riſch betrunkenen Frankreich Frieden geſchloſ— ſen und ſich auf Ihren Armen verſöhnt ha— ben. Es ſind nämlich die engen und weiten Aermel der Kleider, welche Ihre ſchönen Ar— me umſchließen, wenn ſie ſchön ſind. Die veueſten Damenkleiderärmel, die von der in paris wohnenden Göttin der Mode 1 buchesse de Nemours“(der Name darf bei Leibe nicht überſezt werden) getauft worden ſind, bilden nämlich, um mit den Hegelia— nern zu reden, eine hoͤhere Einheit der Wi— derſprüche zwiſchen Eng und Weit. Nehmen Sie ſich in Acht, die Philoſophie iſt Ihnen in die Aermel gefahren! Dieſe friedlichen Aer— mel haben dieſe wichtlgſte Frage der Gegen— wart auf eine beiſpiellos geniale Weiſe und vollkommen befriedigend gelöſt. Wie denken Sie wohl?— Nun die Aermel ſind unten eng und welten ſich nach oben. O wie über⸗ raſchend neu! Schade, daß es zugleich eine alte Mode iſt, die längſt ſchon aus der Mode gekommen war.. Ger.
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