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nig Artus ſpielt ohnehin darin eine Rolle und gibt dem Stüke deshalb et— was Nationales“— Ernſt, der berühm— te Geigenvirtuoſe, gab kürzlich in Stutt— gart ein ſehr beſuchtes Konzert, in dem er, ſechs oder ſieben Mal gerufen wur— de. Er mag auch ſein halbes Leben mit Geigen zugebracht haben, um eine ſol— che Fertigkeit zu erlangen. Thalberg wird dort erwartet und wird auch ein Konzert geben.— London war ſeit ei— nigen Tagen ſo dicht in einen faſt un— durchdringlichen Nebel gehüllt, daß in allen Häuſern den ganzen Tag über Licht gebrannt werden mußte. Die Themſeſchifffahrt war unterbrochen; mon konnte kaum einige Schritte weit ſehen. — In der Venddee treiben die wider⸗ ſpendigen Rekruten neuerdings ihren Unfug; neulich preßten ſie einem Land— edelmann Kontribution im Namen Hein— rich des Fünften ab.— In der Nor- mandie richten die Wölfe, aber ächte, veritable Wölfe, große Verheerungen an.— Durch Dampfapparate reinigt und wäſcht man jezt in Paris Caſche— mirs, Seidenſtoffe, Sammet und Spi— zen ſo vortrefflich, daß ſie ganz das
Anſehen der Neuheit wieder erhalten. — Bei einem hohen Patienten waren die Aerzte zweifel haft, wie ſie die To— desanzeige ſtellen und die Krankheit be⸗ nennen ſollten. Endlich einigten ſie ſich und nannten dieſelbe: namenloſes Leiden.
Lokal-Zeitung.
Theatraliſche s.„Gegen Thorheit gibts kein Mittel“, Poſſe in 3 Akt. von Ne— ſtroy, ward am 8. d. zum erſten Male auf dem Peſther deutſchen Theater gegeben, und machte mit ihren ſchlechten Wortſpielen und bei den Haaren herbeigezogenen Wizen den wohlbeſezten Gallerien dennoch viele Freude, und wir können ſagen, obwohl das Stük zu den ſchwächſten Arbeiten Neſtroy's gehört, es ſich dennoch auf dem Repertoir ein Paar Mal erhalten wird; denn ſchlechte Späße ſind doch auch Späße und werden oft mehr
als die guten begriffen.— In drei Lebens— abſchnitten wird uns hier die Laufbahn eines Thoren vorgeführt, der ſein Geld verſpielt und von Weibern zum Narren gehalten wird, was aber oft auch ſchon manchem geſcheldten Manne widerfahren iſt. Alſo auch in der Handlung nichts Neues. Drollerien kommen allerdings vor; auch gute Kouplets und ein wirkſames Quodlibet, was im Vereine mit dem herrlichen Spiele und der aufgewekten Laune der H. H. Rott und Gäde, dem Opus ſehr wohl zu Statten kam. S— der.
— Die ausgezeichnete Sängerin Mad. Lehmann verläßt demnächſt unſere Büh⸗ ne und folgt einem ehrenvollen Rufe nach Mannheim und Mainz, von wo ſie ſich zum deutſchen Theater in London begibt.
— Von dem geſchäzten Literaten Herrn Ad. v Frankenburg erſcheint nächſtens auf der Ofner Bühne eine neue Poſſe, beti— telt:„Das verlorengegangene Eheweib“. Die Muſik iſt von Szerdahelyi.
— Benefiz.(Ofen.) Zur Einnahme des verdienſtvollen u. beliebten Schauſpielers Hrn. Fröhlich wird Montag, den 14. d., zum erſten Male gegeben:„Der Invalide, oder: die Folgen einer Mißheirath“, Luſtſp. in 4 Akt. aus dem Franzöſiſchen von Caſtelli. Das Stük iſt ſehr werthvoll und der brave Beneſizlant dürfte ſich einer ausgezeichneten Theilnahme erfreuen.
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Literariſches. In der mit rühmli— chem Eifer wirkenden Heckenaſt'ſchen Verlags- buchhandlung in peſth erſcheint demnächſt ein neuer hiſtoriſcher Roman von unſerm vaker— ländiſchen Dichter Baron von Jo ſika, be⸗ Hel; ring:
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Muſikaliſches. Die ausgezeichne— ten Virtuoſen Alex. Fesca und Peter Moralt gaben am 10. d. ein zweites Kon⸗ zert im Peſther Redoutenſaale, wobei ſie aber⸗ mals in allen ausgeführten Piecen ihre ho— he und ſeltene Virtuosität beurkundeten und ſtürmiſchen Applaus ärnteten.
— Die Familie Le wy gab am 9. d. auch ein Konzert im Ofner Theater u. enthu⸗ ſiasmirte auch das dortige gewählte Publikum zu ungewöhnlichen Beifallsbezeugungen. Der kleine Wunderknabe Richard, der auf ſei⸗ nem Horn eln Impromptu über Motive aus der Oper„die Puritaner“ vortrug, gewann
ſich auch hier alle Herzen. Nicht nur bewun⸗


