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der, durch ihr tragiſches Schikſal ſo be kannt gewordenen Lady Flora Haſtings, erſcheinen. Die ſchäzbare Zeitſchrift: O ſt u. Weſt in Prag erhält vom Jahr 1841 an eine bedeutende Erwei⸗ terung. Zu den wöchentlich zweimal er ſcheinenden Blattern in Royal-Quart werden nämlich, unter dem Titel: Prag regelmäßige Beilagen in Ok tav gegeben, welche vollſtändige Berich⸗ te über Kunſt, Induſtrie und ſoziales Leben in Böhmen und insbeſondere der Prager Bühne enthalten ſollen. Dieſe Beilagen erſcheinen wöchentlich vier Mal. Die kaiſerliche Bibliothek in Peters burg enthält jezt 427,778 Bände ge⸗ gedrukter Werke u. 17.241 Handſchrif⸗ ten. Die dortige Akademie der Wiſſen ſchaften beſchäftigt ſich mit der vorbe reitenden Herausgabe eines neuen ruſſi⸗ ſchen Wörterbuches. Die Kommiſſion hat bereits 37,439 Wörter geprüft und be⸗ ſtimmt. Im Jahre 1839 erſchienen in Rußland 813 Originalwerke, 73 Ueber⸗ ſezungen und 53 periodiſche Schriften. Die ſchönwiſſenſchaftliche Literatur hat während der lezten 4 Jahre abgenom men, die gelehrte und praktiſche dage gen an Zuwachs gewonnen. Die Zahl der vom Auslande eingeführten Bände belief ſich auf 585,000.

Mignon Zeitung.

Paris. Auf dem Wege von Rouen nach Neuilly wird Napoleons Aſche mit einem Leichenmarſche begleitet, deſſen Kompoſition Herrn Halevy übertragen iſt. Für dieſe Muſik, die von 150 bis 200 Militärmuſikern ausgeführt werden ſoll, hat der Inſtrumentenmacher Herr Schiltz 30 Trompeten von kolloſſaler Dimenſion bauen laſſen, die ſeit eini gen Tagen im Konſervatorium der Mu ſik probirt werden und eine große Wir kung hervorbringen ſollen. Von Neuilly

nach der Invalidenkirche wird ein ande⸗ rer Trauermarſch ausgeführt, den Herr Auber komponirt.

Breslau. Das große Loos, wel⸗ ches in der lezten Ziehung nach Brees lau bei Schreiber, in neun Ziehungen zum fünften Male, fiel, iſt unter eine Menge armer Leute vertheilt worden: ein Paar Nachtwächter, ein Schuhma cher-Meiſter mit ſeinem Geſellen, eine in Breslau durch ihr Embonpoint all gemein be kannte Hökerfraun, mehrere Krankenwärter, Tagsarbeiter und ein Hausknecht ſind die Glüklichen. Lezte rer ward aber dadurch im höchſten Gra de unglüklich. Als armer Hausknecht ſpielte er nur für 15 Sgr., die er zu jeder Klaſſe dem Inhaber des Looſes durch ſeine Frau ſchikte. Als er nun von dem Gewinn ſeiner Nummer hörte, lief er ſogleich zu dem Inhaber des Looſes, um ſich von der Wahrheit zu überzeugen, und er ſich zugleich erkundigte, wie viel er auf ſeinen Theil bekomme, erſtaunte er nicht wenig, zu hören, daß ſeine Frau jedes Mal nur 9 Sgr. gebracht habe. Wüthend rannte er nach Hauſe, fragte ſeine Frau, ob ſie wirklich ſtets nur 9 Sgr. abgebracht und was ſie mit dem Uebrigen gemacht, und da dieſe er widerte es ſei ihr bei ihrer Armuth zu viel für's Spiel vorgekommen und ſie habe für die 6 Sgr. jedes Mal ihren Kindern etwas gekauft, ergriff er ein Stiefelholz und ſchlug ſo raſend auf die Arme los, daß ſte todt auf den Bo den ſtürzte. Auf ihr jämmerliches Ge ſchrei waren mehrere Nachbarsleute, je⸗ doch zu ſpät, herbeigeeilt. Durch ärzt liche Hilfe wurde die Frau zwar noch einmal in's Leben zurükgerufen, ſtarb aber einige Tage ſpäter. Der Mann iſt in Gewahrſam gebracht, und zwei kleine Kinder ſind bei einer Frau in Koſt gegeben.

Madrid. Hier wollten neulich ei⸗ nige Mitglieder der Oper einen Jour