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der Sierra u d'Oca, u. der Zweite mit einer romantiſchen Erzählung in 2 Bän de:Der räthſelhafte Alte oder die Todtenhöhle bei Sievring. Der geiſt reiche Herausgeber, welcher ſo glüklich war, dieſe ausgezeichneten Piecen an ſich zu bringen, iſt wieder Hr. Joſ. Stök hol zer von Hirſchfeld. Eine Dame von der Feder hat den ſonderbaren Einfall gehabt, eine Reihe von Vriefen aus den Briefwechſeln der Koryphäen deutſcher Literatur mittelſt eigens gelieferten Ge danken-Zwirns dergeſtalt an einander zu fliken, daß dem Ganzen das Anſe hen eines zuſammenhängenden Romans in Briefform gegeben iſt. Dieſe litera riſche Flikarbeit ſoll nun zugleich auch als eine Muſterſammlung von Briefen dienen und iſt neulich unter dem Titel: Eine Muſterſammlung und ein Roman von Luiſe von S... durch eine Stutt garter Buchhandlung verſandt worden. Eine interaſſante Monographie, die kürzlich in Pacis erſchien, iſt:Les Sourds-Aluets devant et après P'abbe de IEpée. Verfaſſer derſelben iſt Ferdi nand Berthier, Lehrer an der unter der Protektion des Staates ſtehenden Taubſtummenſchule in der Hauptſtadt. Sie verdient wohl in das Oeutſche über ſezt zu werden.

Mlignon-Zeitung.

Paris. Sonderbar! Die Franzo ſen ſingen täglich die Marſeillaiſe, in welcher von unreinem Blute(sang im- pur) die Rede iſt; und doch ſehen ſie darin, daß das Rheinlied im Theater zu Trier mit großem Ent huſiasmus ge ſungen wurde, eine Beleidigung für Frankreich. Sie ſind darüber ſehr är gerlich und ſagen: die Polizei ſtifte das Alles an. So faſſen dieſe klugen Leute fremde Zuſtände auf; von der Maxime: was bei dem Einen recht, iſt bei dem

Andern billig, ſcheinen ſie nichts wiſſen zu wollen.

Etwas von Allem. In Kärn⸗ therthortheater zu Wien hat eine neue Oper von einem Hrn. Geiger, betitelt: Wlaſta fiasco gemacht. Vor kur zer Zeit wurde in Wien einer jener Zigeuner, die vor ungefähr 6 Jahren einen Wirth in der Leopoldſtadt ermor deten, und denen man erſt jezt auf die Spur kommen konnte, auf die Schand bühne ausgeſtellt, und ſeiner darmali gen Jugend wegen, nur zu 20-Zjährigem Kerker verurtheilt. Der Bazar, wel cher in dem Seitzerhofe in Wien ſich be findet, iſt pracht voll ausgeſtattet, mit den prächtigſten Malereien geziert, und mit Gas herrlich erleuchtet. Die Ge wölbe ſinb höchſt elegant geſchmükt, u. die Zahl der Beſucher bedeutend. Die drei Preisrichter über das beſte Lo kalſtük für das Theater an der Wien ſollen ihre Uneigennüzigkeit auf eine höchſt edle Weiſe an den Tag gelegt haben, indem ſie der Direktion des be kannten Theaters, das an ſie überſende te Cadeau(25 Dukaten) wieder zurük ſendeten.(Für 25 Dukaten ein ganzes Schok ſchlechter Stüke durchleſen u. dar über noch zu preisrichten, wäre aber auch eine große Reſignation geweſen!) Saphirs nächſte dek lamatoriſch-humori ſtiſche Akademie und Vorleſung ſoll am 13. Dez. im Theater in der Joſephſtadt abgehalten und bei dieſer Gelegenheit das bekannteRheinlied von Nikolaus Becker mit Muſik von Kreuzer vorge tragen werden. In Berlin hat ein neues Luſtſpiel von Raupach, betitelt: MoDecxL, oder: die Eroberung von Grüneberg ſehr miß fallen. Die Eu ropa ſagt:In einer anerkennenden Rezenſion der Sommerreiſe von Herrn Robert Heller in den Blättern für lite⸗ rariſche Unterhaltung heißt es:er ha⸗