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ſie zu klein aus, ſo hätten wir nicht Reſignation genug, um ſie bekannt zu machen; und wäre ſie auffallend groß, ſo liefen wir Gefahr auf Un⸗ glauben zu ſtoßen. Wir ſtellen daher einen Saz auf, wie ihn unſers Wiſ⸗ ſens noch keine andere Journal-Redaktion vor uns aufſtellte; wir ſagen nämlich: wir haben nur Einen Abonnenten. Jeder geehrte Abonnent des Spiegels denke ſich nun, er wäre dieſer Einzige und kümmere ſich nicht darum, ob er 7000 Kollegen habe oder nicht; was liegt daran? Gewißheit wird er doch haben, daß wir Einen Abonnenten wirklich beſi⸗ zen, aber auch die, daß wir dieſen Einen Abonnenten nach Möglichkeit ſtets zu befriedigen ſuchten. a
Und das ſoll auch in der Folge mit erhöhtem Aufwand
und vermehrtem Eifer unſer vorgeſtektes Ziel ſein.
Unſer geehrter Abonnent oder auch Abonnentin ſoll im künftigen Jahre eine ununterbrochene Reihe der anziehendſten Aufſäze erhalten. Darunter meiſt Originalartikel, worin der Spiegel reicher iſt, als manches vor nehmthuende Blatt, das mit ſeiner Originalität prahlt. Dem Spiegel wird zwar die Ehre erwieſen, ſehr häufig nachgedrukt zu werden, was für ihn ſehr ſchmeichelhaft iſt, aber ſelten wird er als Quelle genannt. Warum? Weil der Spiegel es nie der Mühe werth achtet, gleich andern Blättern in der— gleichen Fällen, einen teufelsmäßigen Lärm zu erheben. Man ſündigt da⸗ her auf ſeine Güte, während griesgrämliche Blätter bei dem unbedeutendſten aus ihnen entnommenen Artikelchen ſtets genannt werden. Das thut nichts, der Spiegel führt doch immer die Quellen an, aus denen er ſchöpft u. denkt nicht an Repreſſalien.— Ein Hauptwahlſpruch des Spiegels aber iſt:
Keinen Augenblik Langeweile! Alle ſeine Aufſäze ſollen, wenn ſie auch Belehrendes und Nüzliches mit— theilen, leicht und gefällig gegeben werden, ſich angenehm leſen laſſen, und nur nicht um's Himmelswlllen ennuyiren. Alle Artikel, der größte bis zum kleinſten, ſollen nicht ohne Intereſſe ſein. Dabei wird nie der Anſtand aus den Augen gelaſſen werden, ſo daß wenn der geehrte Abonnent zufäl⸗ lig eine junge Abonnentin wäre, ſie das Blatt ohne Bedenken in die Hand nehmen kann, und es gewiß ohne Erröthen niederlegen wird. Die Bilder des Spiegels werden im künftigen Jahre mit beſonderer Sorgfalt behandelt werden. Der geehrte Abonnent und noch mehr die geehrte Abon— nmentin ſoll Freude an den Modenbildern erleben. Was die Haupt⸗ ſtadt der Modenwelt nur Neues hervorzaubert, wird mit Telegraphen-ECile mitgetheilt, und die geehrte Abonnentin wird— das garantiren wir— früher als alle ihre Bekanntinen wiſſen, welche Hüte, welche Bonnets, wel— che Mäntel, Ueberröke, Kleider, Schärpen, Shawls, Chemiſſetten, Blu— men, Bänder, Federn oc. hc.„c. man in Paris trägt, denn kein anderes Journal weiß das ſo ſchnell, wie der Spiegel. Iſt es da nicht der Mühe werth, Abonnentin des Spiegels zu ſein? Jede Woche erſcheint wenig⸗ ſtens ein ſolches Bild mit zwei, drei, bis vier Figuren, und auf das flei— kigſte, ſchönſte und brillanteſte gearbeitet.— Dann erſcheinen noch andere Bilder: Genre-, Charakter ⸗ u. Groteskbilder, dann Por⸗ traits und was noch Alles die Geſchichte des Tages mit ſich bringt. Wir haben ganz beſonders ſchöne Sächelchen in petto, mit denen wir unſerm eehrten Abonnenten eine heimliche Freude zu machen gedenken. Vorzüglich fol er gleich mit der erſten Nummer des neuen Jahres 1841 mit drei Bildern auf Ein Mal
ſehr überraſcht werden. Auch die äußere Form des Spiegels, mit einer neuen herrlichen Vignette, die ein berühmter Kilograph in Wien verfer⸗


