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Der Dpiegel
für Kunſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgang.
95. Mittwoch, 2. Dezember. 1840. 25— e
Der Spiegel an ſeine Abonnenten. (Ankündigung für das Jahr 1841.)
Der Spiegel beendigt mit dieſem Monate ſeinen dreizehnten Jahrgang und dieſe geraume Zeit ſeines glüklichen Beſtandes mag wohl ſchon ein Wörtchen zu ſeinen Gunſten ſprechen. Aber wir könnten noch andere Zeugen als die Zeit für unſern Spiegel anführen; wir könnten es andern Journal⸗Redaktionen nachmachen und ſagen, der Spiegel habe 2500, oder 7000 oder noch mehr Abonnenten— wer würde uns das nach— rechnen? Ja noch mehr, wer würde es uns wehren, wenn wir bekannt machten, der Spiegel hat hunderttauſend Abonnenten! Jedermann würde zwar da auskrufen:„das iſt eine abgeſchmakte Lüge!“ und es kann auch wirklich eine abgeſchmakte, tolle Lüge ſein; aber wir würden ſie von Semeſter zu Semeſter kühn wiederholen, das Publikum würde ſich nach und nach daran gewöhnen u. zulezt glauben, es müſſe doch etwas daran ſein — wenn nicht hunderttauſend, doch wenigſtens fünfzigtauſend, wahrlich, genug, um das geleſenſte Journal auf dem Erdboden zu ſein.— Doch das ſei weit von uns entfernt zu thun. Die Zahl unſerer Abonnenten ſoll ſtets ein Geheimniß für die Welt bleiben, und wir glauben darin klug zu handeln; denn fiele dieſe Zahl ſo aus, wie ſie Jedermann erwartete, nicht zu groß, nicht zu klein, ſo liegt nichts Merkwürdiges für die Oeffentlichkeit darin; fiele


