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Präſident des Krubbs das Wort und ſprach:„Nach ſeinem Hotel in Piccadilly!“ — Und nun erhob ſich die ganze Klubbgeſellſchaft, umringte Daniel, ſagte dem ausſcheidenden Mitglied herzlich Lebewohl, doch da Daniel noch immer ſeinen Sinnen nicht traute, ſo verwies der Vorſtand die Verſammlung auf ihre Pläze und ſprach dann folgendermaßen:„Lebe wohl, Bruder! Der Bettlerklubb hat dich zum reichen Manne gemacht. Gedenke der Armen von St. Giles, welche für dich bettelten und betteln werden, wenn es ſein muß; vergiß die Freunde deiner ſchlimmen Tage nie; ſie ſenden dir einige von den Ihrigen mit in die große Welt hinaus, damit ſie dir dienen, dich beſchüzen und fordern mögen. Sei deines Namens ſtets eingedenk, des Namens der durch die Engländer zu Grunde gerichteten, verarmten und verfolgten, einſt in Irland hochgeehrten, reichen Robfarts Sei geehrt und geliebt, und diene der iriſchen Sache mit aller Macht. Lerne von der Vergangenheit, was der Zukunft nüzt. Du wirſt ſtehen und beſtehen wenn du dich als den Mann, den das bettelnde Irland in dir ſieht, bewährſt Irland ſei dein Zwek und dein Ziel; wir erkoren dich zum Vertreter unſerer guten Sache; ſchwöre uns auf die Bibel, daß dein Wahl— ſpruch ſtets bleiben ſoll: Gott und Vaterland für immer!“
Und was Daniel anfangs als ein Scherz erſchien, ward nun Ernſt. Der St. Giles-Klubb hielt ihm Wort, wie er dieſem. Daniel Nobſart that ſich her— vor, zeichnete ſich aus und wurde der Freund des großen Agitators Daniel O' Cennel. Zwei Jahre ſpäter ward der Bettler von St. Giles der Gatte der Lady Elmowd. Der Bettlerklubb hat ſeitdem eine veränderte Form angenom— men; Daniel Robſarts wohlthätiger Einfluß iſt nicht zu verkennen. Daniel Robſart habe ich den Mann genannt; wer durch die Londoner Straßen einen Wagen rollen ſieht, welcher im Wappen eine ausgeſtrekte Hand und die Deviſe: „Helft mir!“ zeigt, der erkundige ſich nach dem Führer dieſes Wappens, wenn es ihn ſonſt intereſſirt, unſers Helden wahren Namen zu erfahren.
n
Anſich Literatur.
Literariſches Portfolio. Wir machen auf eine eben erſchienene
Begebniſſe.
hie und da zum Ausmalen gebrauchte, wollen wir ihm eben nicht als einen Fehler anrechnen, ſondern vielmehr ſei— ner durch die Umſtände hinlänglich mo—
für Ungarn ſehr intereſſante Schrift aufmerkſam. Sie betitelt ſich:„Un— garn, durchreiſet, beurthei⸗ let und beſchrieben“ von J. G. Elsner. Leipzig, bei Adolf Frohberger, 1840. 2 Bände. Der Verf. beſchrelbt mit großer Umſicht und Gründlichkeit mehrere Theile unſeres geſegneten Va— terlandes und hat vorzüglich auf das blühende Peſth ſein Augenmerk gerich— tet. Die allzuſchönen Farben, die er
tivirten Vorliebe zu unſerm Lande zu— ſchreiben; auch mag er hiemit den Ver— unglimpfungen, die wir manchmal von anderer Seite erfahren, die Wage hal— ten. Uebrigens hat er Alles ſelbſt ge— ſehen und erfahren, u. ſein Urtheil iſt daher ſelbſtſtändig. Einige unbedeuten— de Unrichtigkeiten müſſen wir dem Aus— länder auch zugute halten. Uebrigens können wir jedem Vaterlandsfreund das Buch aus voller Ueberzeugung empfehlen.


