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Der Dpiegel

Für Nunſt, Eleganz und Mode.

Dreizehnter Jahrgaug.

Halbjähriger Preis à fl., mit Poſtverſendung 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M. f des Waſſerthors), in C. Millers u. J

Man pränumerte

5 fl. Auf Velinpapler mit erſten Kupferabdrülen tim Kommiſſtonsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bei allen k.k. Poſtämfern.

90.

Sonnabend, 7. November.

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Der Mond ſchaut fahl und düſter Auf Moor und Felsgeſtein,

Ein ſchauriges Geflüſter Durchhallt den öden Hain.

Da naht zu Roß ein Krieger, Vom Schlaf halb eingewiegt, Er naht, ein kühner Sieger, Und dennoch als beſiegt. 5

Denn unterm Küraß fließet Hinab ſein wärmſtes Blut, Und keine Hand verſchließet Den Quell von dieſer Flut.

So zieht er hin im Sterben, Mit blutbeflektem Kleid, Die Raben ſeine Erben, Sein Grab die öde Haid.

So zieht er ſtumm, alleine, In kühler Winde Weh'n,

Da meint er noch die Eine, Die fern ihm iſt, zu ſeh'n.

Ihn deucht als wink? hinüber Sie ihm, ſo hold, ſo mild, Doch trüber, immer trüber Umflort's das theu're Bild.

So trug das Roß ihn weiter,

Mit langſam leiſem Schritt,

Als längſt ſchon ſchlief der Reiter; Das war ein ſtiller Ritt.

9 Für Muſl.

Joh. N. Vogl.

1840.

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