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Kaffehaus angelegenheiten. Das Projekt, den Kaffe in den Kaffehäuſern zu erhöhen, iſt un Keime erſtikt worden. Es ward imKönig von Ungarn geboren und fand im Kaſino ſein frühes Grab. Es machte daher keine weilte Reiſe auf der Bahn dieſes Lebens; es hat kaum geathmet und es ver ſchied. Schade um die manigfaltigen Drukkö ſten! Der Hr. Sutor ne ultra erepidam macht eine lange Naſe à la Basilio u. wird wohl, wegen den Tod ſeines Kindleins, Trauer an legen; aber derSpiegel freuet ſich berzlich, etwas dazu beigetragen zu haben. Erwähnen muſſen wir aber, daß Hr. Ma r tin Dalmer, Kaffeſieder im Handels ſtandgebäude, und Hr. Joſ. Littmann, Kaffeſieder in der Königsgaſſe, die Erſten waren, die von einer Preiserhöhung nichts wiſſen wollten und ſo den Impuls zur raſchen Herabſezung gaben.

deues für die Damentollet⸗ te. Wenn dle geehrte Leſerin ſich jezt in die renommirte Puz- u. Modewaarenhandlung der Frau Thereſe Khern(an der Eke der großen Brüken- und Walznergaſſe, erſten Stot) bemühen wollte, ſo würde ihe Au ge in einem Wonnemeer der wunderlieblich ſten Dinge ſchwimmen und ſie würde ſich nur ein gut beſeztes Portefeullle wünſchen, um die Frage:Herz, was verlangſt du? mit Nach drut beantworten zu können. Frau Ther e ſe Khern iſt ſo eben von einer Geſchäfts reiſe nach Wien zurükgekehrt, und Sachkennt niß und Geſchmak ſcheinen ihre Reiſegefähr ten geweſen zu ſein; wer das mitgebrachte reiche Lager beſichtigt, kann ihr dieſes Zeug niß nicht verſagen. Hier ſinden wie Alles, was in der Tollette die Mode in neueſter Zeit vorſchrieb, was die Kunſt und die Induſtrie darin erfunden, gezaubert. Kopfpuze aller Art: Hüte, Kapoten, Bonnets, nach den neueſten Formen und Modellen, jeder Phy ſiognomie anpaſſend; eine reiche Auswahl der koſtbarſten Spizen; herrliche Bände aller Sorten; ein überaus manlgfaltiges Lager der herrlichſten Blumen-Bouquets, deren beſon dere Schönheit u. Neuheit gewiß überraſchen werden; die ſchönſten Federn; Mantillen, Schärpen, Chemiſetten, Tüchelchen und an dere Piecen dieſer Art, von jeder Gattung, jeder Farbe, jedem Stoff; endlich ein großes

Lager der zu jeder Toilette jezt ſo unentbehr- lichen Roßhaarunterröke. Wir em pfehlen der ſchönen und eleganten Welt die ſes ſo reich ausgeſtattete Modemagazin. Wer ſich ſeine Tollette für den Winter, für Soi reen, für Geſellſchaften, Promenaden und Viſiten beſorgen will, wird bier gewiß keinen Wunſch unbefriedigt ſinden.

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Neues Hotel. Endlich iſt das neue, ſchon lange vorherbeſprochene Hotelz um Tiger eröffnet worden, und alle Erwar tungen, die man mit Recht von dieſem Eta bliſſement hegte, find bei weitem übertroffen. Wenn irgend ein Gaſthof den Namen Hotel verdient, ſo iſt es derzum Tiger in Peſth und er dürfte in der ganzen Monarchie in ſei ner Art einzig und allein daſtehen. Ja, der Name Palais wäre hier gut angebracht, und Nachts bei der Eröffnung, am 31. Okt., glich er faſt einem Feenpal ais. Der To tal⸗-Eindruk des Ganzen iſt ein großartiger und jede Einzelnheit beurkundet Geſchmak u. ſinnige Anordnung. Die Säle, das Kaffe haus, die Gaſt- und die einhundert und drei ßig Extrazimmer, Alles iſt mit verſchwenderi ſchem Luxus ausgeſtattet, überall Reichthum und höͤchſte Eleganz. Die Malereien, von dem rühmlichſt bekannten Maler Herrn p p nau in Peſth, überbicten Alles, was in dle ſer Art hier noch geſehen wurde; es ſind wahre

deiſterwerke; die Möblirung iſt ausgezeich net und würdig eines Pallaſtes; die Beleuch tungsapparate ſind eben ſo zwekmäßig als prächtig. Uebrigens iſt alles Andere einer ſo großartigen Anſtalt würdig: Begusrmlichkeit, Komfortabtlität und Eleganz vereinigen ſich, um allen Anforderungen zu entſprechen. Kurz, Peſth hat durch das Hotelzum Tiger eine Zierde, eine Merkwürdigkeit mehr.

Oeffentlicher Dank. Bei der neu⸗ lich beabſichtigten Preiserböhung des ſchwar⸗ zen und des weißen Kaffe's in den Kaffehäu ſern war Hr. Joſ. Littmann, bürg. Kaffeſieder zumguten Hlrten in der Könkgsgaſſe, Ei ner der Erſten, der ſich ſtandhaft weigerte, dieſer Anforderung beizutreten, wodurch der ganze Anſchlag vereitelt wurde. Die Gäſte dieſes Kaffehauſes können daher nicht umbin, hier öffentlich ihren Dank auszudruken und bei dieſer Gelegenheit zugleich zu erklären, daß ſie mit den Getränken u. der Bedienung in dieſem Kaffehauſe ſtets volle Urſache zur Zufriedenheit hatten.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.