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durch die Zeitungen bekannt, daß er ſich an dem u. dem Tage, in dem und dem beſtimmten Lokale, zum Benefiz ſeiner geliebten Frau, welche nicht Geld genug habe, gegen Eintrittspreis von einer Guinee öffentlich vor Aller Au gen umbringen werde. Die Polizei hat ihn aber nicht um-, ſondern un tergebracht.

Madras. Zu Vangalera in der Präſidentſchaft Madras hat kürzlich ei nes der merkwürdigſten Wettrennen ſtatt gefunden. Das Pferd des Arttillerieka pitäns Horme hat 400 engliſche Mei len in 5 Tagen zurükgelegt, und ſein Beſizer dadurch eine Wette von 5000 Rupies(ungefähr 5000 Gulden) gewon nen. Als er an der lezten Station ein traf, wurde der Kapitän von ſeinen Ar tilleriſten, Indianern und Europäern, vom Pferde gehoben, und auf einem mit Blumen geſchmükten Lehnſtuhl im Tri umph fortgetragen. Sein herrliches ara biſches Pferd erregt allgemeine Bewun derung.

Etwas von Allem. Die in Wien vielgeprieſene neue Poſſe von Kai ſer:Wer wird Amtmann? iſt nun auch in Preßburg gegeben worden. A. Neuſtadt ſagt darüber in der Pannonia unter Andern:So viel muß ich ſa gen, daß mich die Moral dieſes Stü kes mitten im zweiten Akte davonjagte. Solche moraliſche Knittelhiebe ſtreken den wohlkonditionirteſten Zuhörer zu Boden. Dann:Man ſchimpft über die Laſcivität der Pariſer Pro dukte und auch über ihre erbärmlichen Tugendtendenzen; allein in dieſer Poſſe gehts nicht beſſer her, nur mit deutſcher Schwerfälligkeit. Sehr gut! In Hamburg erſcheint jezt ein neues Jour- nal, betitelt:Nord und Süd. Es vertritt die Stelle des eingegangenen Argus und wird von Otto Weide mann redigirt. Die Verſammlung

deutſcher Wein- und Obſtproduzenten machten kund, daß der heurige Cham pagner für beſſer als der vorjährige gehalten wird, u. daß der Ertrag den vorjäbrigen um mebr als die Hälfte überſteigen wird. Das iſt wenigſtens eine willkommene Kunde! In Tun⸗ kin iſt die Gefräßigkeit ein Maßſtab der Tapferkeit, und verhilft, wie ander wärts dieſe, zu Ehren Wer dort Sol dat werden will, muß vorher in einem eigenen-Examen große Appetitpro ben ablegen, wer am Beſten in der Prü fung beſteht, kommt in die Leibgarde des Königs. Das artiſtiſche Inſtitut von Gutſch u. Rupp in Karlsruhe hat das Verlogsrecht der ZeitſchriftEuro pa an ſich gekauft. Der Redakteur derſelben, Herr A. Lewald, wird von Stuttgart nach Karlsruhe überſiedeln.

Lokal-Seitung.

Theatraliſche s. Am 31. Oktober batte man auf der Peſther Bühne eine gute Opernvorſtellung mit Mehuls klaſſiſchem Werke:Joſeph und ſeine Brüder. Aus gezeichnet war unſer Gaſt Hr. Sontheim in der Titelparthie. Seine Stimme entfaltete ſich beſſer als je; ſie tönte kräftig und wohl lautend in allen Lagen und er brachte Em pfindung und Schmelz in ſeinen Vortrag. Er erhielt viele und gerechte Beifallsbezeugungen. Nächſt ihm nennen wir Hrn. Uetz(Simeon), der dieſe Parthie höchſt ergreifend und auch hinſichtlich des Geſanges ſehr befriedigend durchführte. Es ſcheint, daß dergleichen Opern Charaktere in ſeiner Sphäre liegen. Herr Hirſch(Jakob) und Mad. Lehmann(Benja min) verdienen noch lobende Erwähnung. Dle Chöre gingen gut.

Benefiz.(Natlonaltheater.) Sonn⸗ abend, den 7. Nov., hat der verdienſtvolle Regiſſeur der Nationalbühne, Hr. Faneſy, ſeine Einnahme. Gegeben wird zum 1. Male: Az örült gyermekes, Drama in 5 Aufz. nach F. Soulie von Nagy. Die Wahl dieſes treflichen Produktes läßt für den geſchäzten Be neſizlanten eine reiche Theilnahme erwarten.

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