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ſchen Journale jüngſthin behaupteten, daß vier Ammen zu gleicher Zeit we— der Türk noch Heide ertragen könne, ſo ſollte man glauben, daß drei Thea— ter⸗Direttionen zu gleicher Zeit um ſo weniger für einen Chriſten gedeihlich und erträglich ſein könnten. Nein, wir hegen beſſere Hoffnungen, denn die chriſt— liche Ergebenheit iſt ein Vorzug, der Jenen durchaus mangelt. Aber auch Hrn. Schmid's bekannter Kunſtſinn und Opferbereitwilligkeit, ſo wie die glük- liche Wahl ſeines hieſigen Geſchäftsfüh— rer, Hrn. Roſenſchön bürgen uns für unſere und ſeine Zufriedenheit.— Ob— wohl wir nun ſehr gut wiſſen, daß die welthiſtoriſchen Begebenheiten einer Provinzbühne für das große Publikum blutwenig Intereſſe beſizen; ſo werden wir doch von Zeit zu Zeit gewiſſe„L ö— wen“ in der Literatur nachahmen, die ſich allein anmaßen dürfen, auf gewalk— ten Fezen über Nichts, und oft über weniger als Nichts ſo viel Lärm in die Welt zu ſchlagen. Wir werden daher Ihre geehrten Leſer von unſerm Thea— ter en genèral in unobligaten Send— ſchreiben unterhalten, u. erbliken hier— in eine gewiſſe Pflicht, da wir und die Peſther unter einem und demſelben Di— rektorſtabe leben und unſere Schikſale gemeinſchaftlich ſind. Vor der Hand enthalten wir uns jedoch jedes Ur— theils über das, faſt durchgängig neue Perſonal, bis wir ſeine Kräfte u. Lei— ſtungen genauer kennen.— Von grö— ßerer Wichtigkeit für uns iſt die Kre— irung einer philoſophiſchen Lehranſtalt in dieſer Stadt, die einem lange ge— fühlten Wunſche u. Bedürfniß der gan— zen Provinz Banat abhilft. Zur För— derung derſelben geruhte S. Allergnä— digſte Majeſtät ſelbſt ein fürſtliches Ge— ſchenk von 25,000 fl. W. W. anweiſen zu laſſen, welche Allerhöchſte Munifizenz in unſern u. den Herzen unſerer Nach— kommen um ſo mehr in kindlich dank ha⸗
rer Erinnerung fortleben wird, als das Lyceum nicht nur die Erziehung unſerer ſtudirenden Jugend erleichtert, ſondern auch dieſe Stadt für das, nach Arad beſtimmte Wechſelgericht in Etwas ent⸗ ſchädigt. Mit 1 Oktober 1841 dürfte dieſe Lehranſtalt eröffget werden.— Der rege Eifer, der ſich ſeit mehreren Jahren kund gab, unſere Stadt zu ver— ſchönern, ward auch heuer von erfreu— lichen Reſultaten gekrönt. Außer eini— gen, im modernſten Vauſtyle aufgeführ— ten(zum Theile noch unvollendeten) größern Bauten, wie ſie ſeit einigen Jah— ren entſtehen, ſind neuerdings gegen 300 Kurent-Klafter Trottoirſteine ge— legt worden. Ihre Vortrefflichkeit läßt nichts zu wünſchen übrig, und es iſt zu erwarten, daß in einigen Jahren die ganze Stadt damit belegt ſein 0
Ateratur.
Literariſches Port fol io. Ueber„die Briefe der Frauenzimmer“ findet ſich in dem kürzlich erſchienenen Buche:„Vekenntniſſe aus Leben und Meinungen von W. Reinhard, ehema— ligem Staatsrat)“(Karlsruhe, bei Groos) Folgendes:„Mir gefallen die Briefe der Frauenzimmer. Eitel Na— tur. Das ſchwäzt u. plappert aus dem kleinen Köpfchen u. Herzchen ſo ſchnell, einfach, natürlich und unbedacht auf das Poſt papier los, das Kunſt u. Heu— chelei, Affektation und Ideenſchrauberei weder Zeit noch Raum gewinnen kön— nen. Es muß natürlich eine ganz ver— traute Freundin ſein, und eine, die es
immer bleibt, die ungefähr gleiche Stel— lung und Intereſſen hat, keine Neben— buhlerin iſt und nicht wohl ſein kann, auch das Geheimniß bewahrt, weil man auch ihr Geheimniß hat.“—
Mlignon-Zeitung. London. Ein engliſcher zärtlicher Ehegatte machte unlängſt zu Briſtol


