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ſind auch europamüde und ſehnen ſich in das goldene Land der Freiheit, Ame— rika, um ſich Lorbern zu ſammeln.— Fanny Eleler kehrt zu derſelben Zeit mit ungeheurer Geld- und Lorbeeren— Fracht zurük und macht den Sprüngen der berühmten Schüler Bertolotto's Plaz.— Zu den vielen berühmten Männern, die früher Schuſter waren, gehören, außer dem Poeten Hans Sachs, der athenienſiſche Feldherr Iphikrates, der Theologe Joſeph Böhm, der Stif— ter der Quäker-Sekte Fox, der Kom— poniſt Cimaroſa.— In München hat es 20 Jahre lang(1759-1779) eine gereimte Zeitung gegeben, worin die Polizei-Mandate u. ſ. w. in Verſen publizirt wurden.— In einer Frauen— zeitung heißt es:„Unſere Mädchen le— ſen jezt zu wenig!“— Alſo noch we— nig? Gott ſtehe dann den armen Män— nern bei!— Ein athenienſiſcher Lite— rat hat dem Könige von Griechenland eine Bittſchrift überreicht— eine Revi— ſion des Prozeſſes des Sokrates vorzu— nehmen.— Wieder Einer fürs' große Schriftſteller-Tollhaus!— Der Teno— riſt der großen Oper, Duprez, will dieſe Bühne verlaſſen. Warum? Der Grund iſt wirklich grandios komiſch, weil — der Direktor jener Oper ihm die von Duprez zwei Mal nachgeſuchte Urlaubs— Verlängerung auch zwei Mal bereitwil— ligſt zugeſtanden, worin Herr Duprez Gleichgiltigkeit ſehen will.—„Welches iſt das Verhältniß zwiſchen Schauſpiel und Oper?“ fragte ein Verehrer der
lezteren.„Je nun,“ replizirte der Ge⸗ fragte,„das erſtere ſinkt, und die leztece ſingt.“— Im Widerſpruche mit dem Berichte unſers Korreſp. wird aus Preßburg von anderer Seite ge⸗ ſchrieben, daß die Oper„Normas“ kei⸗ nesweges fiasko, ſondern vielmehr furo— re machte. Beſonders werden die Da— men Dielen u. Coradori und Hr. Hae—⸗ ker gelobt. Relato refero.
Lokal-Zeitung.
Theatraliſche s. Veſzter San⸗ dor, der berühmte Nationaltänzer, gibt heute mit der Zigeuner-Muſikbande von Far— kas und Bihavy die erſte Vorſtellung im ung. Theater. Hr. Veſzter hat in den erſten Städten Deutſchlands und vorzüglich in Pa— ris großes Aufſehen gemacht und daſelbſt dem ungariſchen Nationaltanz und der National— muſik viele enthuſtaſtiſche Anhänger geworben. Hoffentlich wird er nun auch in der Mitte ſelnes Vaterlandes gebührende Anerkennung finden.
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Das Gaſthaus„zum Jäger⸗ horn“ hat ſo eben eine Reorganiſation er— halten. Herr Emmerling, der ſich um das Gaſthausweſen unſerer Stadt rühmlich ver— dient machte, hat nun dleſe wahrhaft großar— tige Lokalität übernommen, und allſogleich ge— wann ſie eine ganz andere Geſtalt, die nicht nur ihrer frühern Bedeutſamkeit entſpricht, ſondern auch alle jene Forderungen befriedigt, die man in neueſter Zeit an ſolche Anſtalten zu machen berechtigt iſt.— Der Gaſthof gehört zu den umfangvollſten und prächtigſten der Stadt, ſeine Lage iſt äußerſt bequem und die innere Einrichtung vereinigt Tomfortabilität mit Eleganz. Er hat neunundneunzig Zim— mer, wozu gedekte und doch freundliche u. lichte Korridors führen, herrliche Spei— ſeſäle, ein treffliches Brunnenwaſſer, ſehr geräumige Stallungen par terre und zahlrel— che Bequemlichteiten aller Art. Die Möbli— rung iſt modern und zierlich, die Dekorirung geſchmakvoll, ſo wie die jezige Bedienung nichts zu wünſchen übrig läßt. Der ſehr gu— ſtibs ausgeſtattete Speiſeſaal zu ebener Erde iſt am 17. d. M. eröffnet worden, und man. hatte vollkommen Urſache wit Küche(die unter der Leitung eines ausgezeichneten Kochs ſteht) und Keller zufrieden zu ſein. Die Servirung war eben ſo nett als relch und die Beleuch— tung des Saales brillant. Die neuen Lam— pen des ganzen Hauſes, die ſich durch Schön⸗ helt und Zwetmäßigkeit auszeichnen, ſind von Hrn. Spenglermeiſter Schlick junior(Theater— plaz) in Peſth und gereichen dieſem Gaſthofe, der nun einen neuen Aufſchwung erhielt, zur nicht geringen Zlerde.
Beilage:„Der Schmetterling.“ Nr. 24.
Herausgeber and Verleger Franz Wieſen⸗


