Jahrgang 
Band 2 (1840)
Seite
681
 
Einzelbild herunterladen

681

n fia aus dem Kuhſchnappler Wochenblatte.

Neue verbeſſerte Schafſcheeren für Perſonen aller Stände ſind billig zu bekommen und dem Publikum zum allgemeinen Gebrauch anzuempfehlen.

Anzeige. Da ich gewohnt bin, daß mir auf meinen Namen keine Seele etwas borgt, ſo will ich hiermit Jedermann gewarnt haben, auf meinen Namen etwas zu borgen.

Zu beachten! Von den bereits ganz vergriffenen Handſchuhen u P'étoile ſind noch einige Partien billig zu bekommen.

Zu jeder Stunde ſtehen bei mir kleine und große Eſel zum geſelli gen Vergnügen für Landluſtige in Bereitſchaft.

Erklärung. Es haben ſich über meine Perſon falſche Gerüchte in der Stadt verbreitet, als ſei ich geſtorben oder durchgegangen. Da mir mein guter Name aber bei weitem theurer iſt, als die Inſertions-Koſten dieſer Erklärung, ſo zeige ich hiermit an, daß ich blos durch die Ungeſchiklichkeit des Hausherrn, der mich bis an die Treppe begleitete, hinuntergeſtürzt bin und den linken Arm gebrochen; auf der Treppe fiel mir die Brieftaſche aus der Taſche, welche der Herr für die ſeine erkannte und daher über dieſen Fall ſehr erfreut war. Die⸗ ſes iſt der ganze Vorfall, und das Publikum weiß nun, was es von mir zu halten hat.

Eine Kaze wird geſucht, die in ausgezeichneten Familien Mäuſe gefangen hat und ſich darüber atteſtlich ausweiſen kann.

Ein Redakteur zu einem Blatte, welches keine Abonnenten hat, kann alle Augenblike ein Unterkommen finden; er muß aber 1000 Abonnenten mitbringen und ſich ſelbſt verköſtigen.

Bei dem lezten Sturmwind ſind mir auf der Franzens brüke ein Paar Wunderkinder, Klavierſpielerinen, in's Auge geflogen. Die Eltern erden erſucht, dieſelben gefälligſt abzuholen.(Dampfboot.)

Ause y-! (Aus dem Griechiſchen von Michael Georgie vich.) (Eingeſandt. Höre Liebchen meine Leiden, fühle ihren hoben Sinn, Trennungsſeufzer ſind's, ſie quellen wie ein Thränenſtrom da hin; Denke an die ſüßen Worte, die ich einſt geſchworen dir. Niemals werd' ich dich vergeſſen, holdes Mädchen, glaube mir, Denke an der Liebe Wonne, denk an unſrer Herzen Glut, Als wir liebend uns umſchlangen, ſüßes Mädchen, Lieblingsgut. Fühle dann die hohen Flammen, fühle meinen großen Schmerz; Jezt, wo ich von dir muß ſchelden, blutend bricht mein armes Herz, Stolz auf deiner Küſſe Fülle, dein zu ſein war Seligkeit, Obne dich was ſind mir Kronen? Trauer, Thränen, Schmerz und Leid. Selbſt das ſüße Licht der Sonne dunkelt traurig meinen Blit, Tod iſt ohne dich mein Leben, unglüt ohne dich mein Glür, Prüfe tief der Seele Pulſe, meines Herzens Flammenglut, Fühle dann der Trennung Leiden, meiner Schmerzen wundes Blut.