Der Spiegel
für Kun ſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgang.
Halbjähriger Preis 4 fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapler mit erſten Kupferabdrüken i. poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Kommiſſtonsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers 4. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. beb allen k.k. Poſtämtern.
884. Sonnabend, 17. Oktober. 1840.
Die Londoner Spielhöllen.
(Fortſezung.)
In den meiſten Clubbs ſind Würfel und alle ſogenannten Hazardſpiele verboten; auch iſt es nicht erlaubt, Whiſt zu mehr als fünf Gulden zu ſpielen. Doch iſt dieſes Verbot leicht zu umgehen und wird oft umgangen. Früher als noch der Prinz von Wales, nachheriger König Georg der Vierte, in Brooké's Clubb täglich anzutreffen war, wurden in demſelben jährlich im Spiele zwiſchen anderthalb bis zwei Millionen Pfund Sterrling umgeſezt. Jezt werden bet Crockford's und im Athenäum, d. h. nicht dem bekannten literariſchen Clubb, ſondern in dem Spielhauſe auf der St. James-Straße, wöchentlich mehr als 100,000 Pfd. St. gewonnen und verloren. Es gibt engliſche Edelleute, welche 120,000 Gulden auf einen Wurf ſezen, denn das Wärfelſpiel iſt ſchon ſeiner ariſtokratiſchen Kürze wegen beliebter als jedwedes Kartenſpiel und ſelbſt Rou⸗ lette, das noch immer einige Kombination voraus ſezt, wenn man es mit einigem Erfolge ſpielen will. Das Würfeln iſt daher„das Ding“e, vermittelſt deſſen man die Tauben rupft, und es gibt hierzu eine Anſtalt, welche an Pracht und


