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und am Schluſſe die Introduktion zur „Semiramide“ von den Mitgliedern des Muſikvereins mit gewohnter Präziſion und Energie ausgeführt. Schade, daß das Konzert dem Vereine nicht eben ſo biel Ectrag als Beifall brachte. Km.
Nteratur.
Literariſches Vortfolio. So eben erſchien:„Novellen und Erzählungen aus den hinterlaſſe— nen Papieren der Frau Amalie von Bezeredy. 2 Bände. Peſth, Verlag von Guſtav Hekenaſt, 1840(Preis 4 fl. C. M.) Wir machen vorläufig auf die— ſes werthvolle Werk als eine höchſt in— tereſſante Lektüre, gefloſſen aus der Fe⸗ der einer unlängſt verſtorbenen geiſtrei— chen Dame unſers Vaterlandes, auf— merkſam u. verſprechen ſpäter aus führ— licher darauf zurükkommen.— Die ge— ſchäzte und viel fach verbreitete Zeit— ſchrift„Europa“ wird von dem jezigen Verleger zu verkaufen geſucht, u. es iſt wohl nicht zu zweifeln, daß das lokende Unternehmen bald einen neuen Eigen— thümer findet. Uebrigens macht man doch Gloſſen darüber, daß für„Euro— pa“ ein anderer Verlag geſucht wird.— Joſeph Bonaparte, Exkönig von Spa— nien, iſt in ſeinen alten Tagen noch zum Dichter geworden, er hat„Napo— leon, ein hiſtoriſches Gedicht in 10 Ge— ſängen“(Napoleon, Poòme historique en dix chants, par Joseph Bonaparte, frere aimé de I'Empereur) herausge— geben.
Mignon⸗-Zeitung. Berlin. Unter den jezt hier ver— weilenden Fremden, welche die Aufmerk— ſamkeit der Hauptſtadt auf ſich ziehen, befindet ſich der großherrliche General Emin Paſcha, der zu ſeinem Vergnügen und zu ſeiner Belehrung von Paris aus
die Reiſe hierher gemacht und in einem Civilkleid, aber das Haupt mit dem Fesz bedekt, vom Morgen bis Abend, begleitet von zwei Dragomans, zu Fuß durch die Straßen der Hauptſtadt wan— dert, alle Merkwürdigkeiten mit wah— rer Wißbegierde in Augenſchein nimmt und ſich alle ibm fremde Gegenſtände auf das Genaueſte erklären läßt.
Etwas von Allem. Im Thea⸗ ter an der Wien hat eine neue Poſſe: „Wer wird Amtmann?“ v. Fr Kaiſer ſehr gefallen.— Von dem Volksdich ter— Veteran C. Meisl, der lange geſchwie— gen, wird ein neues phantaſtiſches Zeit— gemälde erwartet.— Daß unter den drei Preisrichtern, die Herr Carl in Wien zu ſeinen Preisſtüken wählte, ſich die Redakteure der zwei geleſenſten Wie⸗ ner Blätter befinden, findet man ſehr klug von ihm eu gehört auch zu einem ſeiner umſichtigen Direktionskniffe. Die Stimmen der erſten Blätter ſind ſchon a priori für die Preisſtüke gewonnen.— In Brünn hat ein dortiger Kompoſi— teur eine Oper, betitelt:„Hamlet“ komponirt.— Der bekannte Schrift— ſteller Löwe Weimars in Paris, ein aus Deutſchland gebürtiger Iſraelit, der ſeine gewandte Feder ſeit einigen Jah⸗ ren vorzugsweiſe zu Gunſten des Hrn. Thiers in Bewegung ſezte, iſt zum fran— zöſiſchen Konſul in Bagdad ernannt wor— den.— Man ſchreibt aus Königsberg daß unter den nächſten Freunden des dort weilenden Königs v. Preußen ſei keiner ſo geehrt worden, als Alexander von Humboldt, der Greis mit Jugend— friſche, der Held der Wiſſenſchaft.— Bei dem bevorſtehenden feierlichen Ein— zuge des Königs in Berlin werden die Fleiſcher ſich durch ihre Equipirung be— ſonders auszeichnen; dieſe wird ſo glän⸗ zend ſein, duß im Durchſchnitt jeder Fleiſchergeſell an 100 Thaler darauf zu wenden hat.— Die luſtige„Dorf⸗


