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zeitung“ darf mit den baieriſchen Poſten nicht mehr verſendet werden, was einem Verbote gleich kommt.— Der Kapell⸗ meiſter Konradin Kreutzer“, der ſich in Mainz befand, ward von einer zahl- reichen Deputation Kölner nach Köln feierlichſt abgeholt.— Der bekannte Literat Hr. A. Neuſtadt iſt als Mitre— dakteur der zu Preßburg erſcheinenden „Panonia““ gewonnen.— Die Hofbe— richte aus Windſor zeigen an, daß die Königin von Großbrittanien ſeit eini— ger Zeit von dem Porträtmaler Hayter täglich Unterricht im Kupferſtechen er— hält, und bei gewöhnlichem Fleiße und guten Anlagen große Fortſchritte darin gemacht hat.— Ein Lehrer, der ſeine Schuljugend zum Empfange des Guts⸗ beſizers aufſtellte, ſagte:„Kinder, wenn ihr ihn kommen ſehet, ſo ruft Vivat und enthauptet euch.“— Der Bürgerkrieg in Spanien hat 6 Jahre, 9 Monate und 2 Tage gedauert.
Lokal-Zeitung.
Theatraliſche ss. In der Ofner Arena gab man am 27. d. eine Novltät, be⸗ titelt:„Stubenmädel-Wirtbſchaft““, Poſſe mit Geſang in 2. Akt. Dieſe Poſſe, dem Verneh⸗ meu nach von Hafner, iſt eine der beſſern von denen, mit welcher uns die Wlener Vorſtadt— muſe ſeit Kurzem regallrte. Sie hat eine nicht gar zu unſinnige Handlung und mehrere gute Wize. Die ſehr gute Darſtellung trug auch viel dazu bei, um der Piece eine recht bei⸗ fällige Aufnahme zu verſchaffen. Köſtlich und unerſchoͤpflich in ſeiner Laune war Hr. Seydl, der den armen Muſikanten mit gemüthliche m Humor gab. Nächſt ihm ſtanden die H. H. Rötl, Kurt und Nitſch, ſo wie die llebens— würdige Dem. Revie und Dem. Zettler.
— Beneftz.(Ofner Arena.) Abermals ein neues Lokalſtük aus der gewandten Feder des in der Ofner Arena ſo allgemein beliebt gewordenen Verfaſſers von„Zopf u. Titus“ erſcheint Sonnabend, den 3 Oktob., daſelbſt zum Vortheil der Regiſſeure Seydl und Windiſch, unter dem Titel:„So kriegt
man geſchwind einen Mann, oder: Wies
auch nicht anders iſt“, wozu unſer thätiger
und talentvoller Orcheſter⸗Direktor Nittinger
die Muſik komponirte. —
Literariſches. So eben erſchien: „Privileglen der kön. Freiſtadt Pe ſt h.“ Ungariſch und Deutſch, herausge- geben von Joſe ph Patachich, Magi⸗ ſtratsrath. Peſth 1840, gedtutt bet v. Tratt- ner-Karolyi. 4.— Dieſe den Bewohnern der ton. Freiſtadt Peſth gewidmete Brochure ver⸗ dient die Beachtung derſelben in hohem Gra- de, da ſie eines ihrer wichtigſten Intereſſen behandelt. Wir finden darin die vollſtändige urtunde Königs Leopold I. datirt aus Wien, den 23. Oktob. 1703, in welcher verſchiedene Privilegien der Stadt Peſth verllehen werden, und welche Urkunde von dem Herausgeber mit Noten, die theils erläutern, thells auf ſpäter! eingetretene Veränderungen aufmerk- ſam machen, begleitet werden. Am Schluſſe gibt es noch einige wiſſenswerthe Zuſäze. Da der Ertrag des Werkchens vom Herausgeber zum Beſten der hieſigen Armen beſtimmt wur⸗ de, ſo läßt ſich auch ſchon deshalb ein reicher Abſaz erwarten.
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Muſik- unterricht. Hr. Kapellmei— ſter Mazza, Gatte der Sängerin Adelalde Mazza, der in Italien als Kompoſiteur ci— nen ſehr guten Namen hat, und deſſen Kom⸗ poſitionen auch in Peſth außerordentlich an⸗ ſprachen(die mit ſo vielem Beifalle aufge- nommenen Cavatinen, die Mad. Mazza im „Liebestrank“ und im„Barbler v. Sevilla“ einlegte, ſind von ihm), gedenkt einige Zeit ſich hler aufzuhalten und im Geſange Unter- richt zu ertheilen. Wir glauben mit dieſer Anzeige allen Jenen, die gründliche muſitaliſche Unterweiſung zu erhalten wünſchen, einen willkommenen Dienſt zu erweiſen, um ſo mehr, da die Methode des Hen. Mazza ausgezeich- net iſt, und er bereits Schüler und Schüle⸗ rinen bildete, die in der Geſangswelt eine bedeutende Stelle einnehmen. Herr Mazza wohnt in der großen Brütengaſſe, im Mocſo⸗ ny'ſchen Hauſe,„zum Elephanten““, 1. Stok.)
Mo denbild. Uro. 41. Paris, 16. Sept. Neueſte Anzüge für Herren und Damen.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


