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Das Volk jauchzt und klatſcht, wenn der Held und die
nicht gebrochen haben, die tuoſität;
Exempel mit Noten gemacht,
eine Seele mitzugeben.„Muſſk klingt
Heldin Kehl' und Hals
Entzükung gitt der dreſſirten Stimmrize, der Vir— die Töne ſelbſt gehen zu einem Ohre hinein, fragt oft gar nicht nach den Komponiſten.
zum andern heraus; man — Warum? ſie haben bloß Rechen⸗
Töne nach den Regeln des Generalbaſſes und der Harmonie an- und ineinandergeſchoben,
haben aber leider vergeſſen, dem Kinde immer wohl“, ſagt Bührlen in den
„Jahrbüchern für Muſik““,„aber wie einerſeits ihr bloßer Klingklang uns
langweilt wie eine überſättigende Süßigkeit, monie als Strapaze unſeres innern Ohrs ohne hern Sinne iſt die mitgeborne Harmonie ſelbſt eben die Vertheilung derſelben an die verſchiede
ſo erſchöpft uns eine geſuchte Har⸗ Mit folge des Gemüt hs. Im hö⸗ wieder Melodie, denn ſie iſt ja
nen Stimmen und Inſtrumente,
deren Wechſelwirkung, Ausſtrahlung und architek toniſche Erweiterung der Me—
lodie ac.“
Theater.
Pe ſt h.(Abſchied der It a⸗ liener— Charlotte v. Hagn.) Die Italiener gaben am 25. d. ihre lezte Vorſtellung. Das Derangement, das in lezterer Zeit bei ihnen einbrach, geſtattete ihnen nur in einzelnen Sze— nen Abſchied von uns zu nehmen, wo— zu allerdings einige Glanzſtüke auser— koren wurden. Es waren einige Piecen aus Belisario, Otello, I'Elisir d'amore und Lucrezia Borgia, wovon die Arie mit Chor aus Belisario(Trema By sanzio) u. das Duett aus Otello(zwi⸗ ſchen Othello und Jago) am Allermei— ſten anſprach Roppa entwikelte in bei⸗ den Stüken ſeine mächtige Stimme und riß Alles zu ſtürmiſchem Beifall hin. Das Duett mußte drei Mal geſun⸗ gen werden.— Nun, da die Italiener ſchieden, kann man ihnen das Zeugniß nicht verſagen, daß ſie bei vielem Mit— telmäßigen, auch manche treffliche Lei— ſtung zählten, wie die Opern Beliſar, Norma, Othello u. Liebestrank beweiſen, und mancher deutſche Sänger konnte ſich bier über den Geiſt, das Leben u. die Bedeutung italieniſcher Geſangsweiſe
Raths einholen u. ſich Vieles ad notam nehmen. Beſonders zählte die Geſellſchaft unter den Männen einige ausgezeichnete Mitglieder u. wir nennen vorzugsweiſe die H. H. Roppa, de Bezzi und Polo— nini, wovon der Erſte durch herrliche Stimme und guten Vortrag, der zweite blos durch eminenten Vortrag, und der Dritte blos durch ſchöne Stimme zu excelliren wußten. Unter den Damen zählte die Geſellſchaft kein vorragendes Talent; ihre Geringfügigkeit kam erſt dann zum Vorſchein, als Frl. Henr. Carl in ihrer unüberwindlichen Nor— ma und als Desdemona erſchien. Sie brachte, wie wir es vorausſagten, wirk⸗ lich Geiſt u. Leben in die Geſellſchaft— was wäre ohne Sie aus Norma und Othello geworden?— In den Zwi⸗ ſchenakten dieſer lezten italieniſchen Vor— ſtellung tanzte eine Dem. Fendl, an⸗ geblich erſte Tänzerin des großherzog⸗ lich Meklenburg'ſchen Hoft heaters, die Cachucha und eine Maſurka, und konn⸗ te ſich durchaus keine Theilnahme er— werben. Es fehlte ihr an Grazie und Leichtigkeit u. in der Cachucha bemerk⸗ te man keinen Funken jenes allbelebenden Feuers, wodurch erſt unlängſt die ſpa⸗


