uͤber ausgelaſſen hatte, daß die Geſchen ke, welche ſeit 60 Jahren Deutſchland der franzöſiſchen Medizin gemacht habe, wenig geeignet wären, beſondere Rechte den Aerzten dieſes Landes einzuräumen, denn ſie hätten mit einem Mesmer an gefangen u. mit einem Hahnemann ge endet zu antworten: 1) daß die Waſ ſerheilk unſt eine gefährliche therapeuti ſche Methode, die ſich auf keine That ſache ſtüze, ſei; 2) daß die Theorie der ſelben eine Chimäre ſei; 3) daß ſie im Widerſpruch mit allen phyſiologiſchen u. pathologiſchen Wiſſenſchaften ſtehe; J) daß die Akademie ſie in keiner Geſtalt approbiren könne; 5) daß der Gebrauch des kalten Waſſers ſchon ſeit langer Zeit in die Medizin eingeführt und be kannten Regeln unterworfen ſei! Berlin. Der Zudrang zum Stu diren hat wohl in keinem Lande und zu keiner Zeit ſo ſchroff ab- und zuge⸗ nommen, als in Preußen in den lezten zwanzig Jahren. Im Jahre 1820 wur- den 939, im Jahre 1828 aber 1984 ge- borene Preußen in den Landesuniverſi täten aufgenommen, wogegen das lau fende Jahr 1840 wahrſcheinlich hinter dem Jahre 1820 zurükbleiben wird.

Etwas von Allem.Der Di⸗ rektor Carl in Wien iſt von ſeiner Rei ſe nach Paris zurükgekehrt, ſo melden alle Wiener Blätter; lautSamm ler haben ihm ſeineUntergebe nen eine herrliche Serenade gebracht. Der erſte mit Ende Auguſt beendigte Gaſtrollen-Cyklus des Hrn. Kunſt im Joſephſtädter Theater umfing nicht we⸗ niger als zweiundfünfzig Vorſtellungen, die nach demWanderer ſtets das Haus gefüllt haben ſollen! In Stutt gart trinkt man jezt den Schoppen 1839er Wein um einen Kreuzer! Wie ſind wir hierin in Ungarn, dem geſeg neten Weinlande, noch ſo weit zurük! Die Bevölkerung Galiziens beträgt

im Jahr 1840: 4,703,601 Seelen, dasd⸗ unter 283,345 Juden. Häuſer gibt es in Galizien 687,396, ferner: 562,187 Pferde, 563,145 Ochſen, 1,007,512 Kühe u. 1,466,170 Schafe, darunter 800,000 Merinos. Auf der königl. Bühne zu Berlin werden derFeenſee v. Auber u.der Bravo von Mercandante ein ſtudirt. In Madrid hat ſich eine deutſch⸗ſpaniſche Akademie gebildet, de ren Vorſtand Julius Kuhn iſt.Was halten Sie vonReligion, fragte ein vor lauter Spötter einen ehrwürdigen Mann. Meine Religion beſteht darin, erwider te er kalt u. ernſt,ich fürchte Gott u. nach ihm Diejenigen, die ihn nicht fürchten. In Frankreich werden jezt den Pferden die Hufeifen ohne Nägel aufgeſchlagen. Der Erfinder hat ein Privilegium auf zehn Jahre erhalten. Ein Mainzer Blatt ſchreibt:Die Lutzer hat neulich in Breslau geſungen. Es verſteht ſich, daß es Lorbeerkränze regnete. Ein Ent huſtaſt ließ ſogar,um der Hehren eine Huldigung darzubrin gen, weiße Tauben durch das Haus fliegen. Es hat ſich dort auch eine par tei gebildet, welche ſich den höchſt wohl klingenden Namen der Lu tzer⸗i⸗ aner beigelegt hat! Die Geſchäfte wa ren indeſſen nicht ſehr ſplendid. Ole Bull gibt jezt in Nürnberg u. in Fürth Konzerte. In Folge der neueſten Poſteinrichtungen legt jezt die Briefpoſt den Weg von Paris nach Frankfurt in 42 Stunden zurük. Die Araber ma chen in Wen noch fortwährend Glük; die von ihnen vorgetragenenarabiſchen Geſänge nach ihrer Landesſitte aber machte Niemand lüſtern, ſie wiederholt anzuhören. Als Kurioſität erwähnt der Globe, daß der Herzog von Rich mont vor Kurzem einem Schäfereibeſi zer in England für ein männliches Lamm 100 Guineen bot, ohne es dafür zu er halten. Der Poſtmeiſter Major Klap⸗ roth in Berlin ſoll einen Wagen zur