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ſeinen neueſten Gedichten, welche wir im„Morgenblatt“ laſen, auf ſeine Stimmung ſchließen dürfen;— u. wir dürfen's nur deshalb, weil in den fünf Liedern, die er mittheilte, offenbar er ſelbſt ſein Thema iſt. Durch alle geht als Grundzug ein grämelnder, ja mit der Welt grollender Schmerz, der ſich zuſammenfaßt als

Bete Bitte

Tief in Waldeinſamkeit ein Grab! ein Grab! Von allen Menſchen ferne, ja, recht ferne, Da ſenkt den müden Sänger bald hinab,

Wenn funkeln durch's Gezweig die Abendſterne

Dann aber geht und laßt das Grab in Ruh'! Verborgen und vergeſſen werd' die Stätte! Epheu und Moos dek' ganz den Hügel zu Und nur das wunde Reh find' ihn zum Bette.“

Mignon-Zeitung. Mainz. In den hieſigen„Unter⸗ haltungsblättern“ vom 12. Auguſt lieſt man Folgendes:„Was doch mancher Zeitungsſchreiber oft wunderſam lügt! So erzählt ein Korreſpondent aus Mainz der„Leipziger all gem. Zeitung“ vor, der Klavierſpieler Liszt errege in der Rheingegend einen Enthuſias⸗ mus, wie ſeiner Zeit Pagani⸗ ni!— Jener junge Künſtler, dem die Magyaren, auffallend genug, in Peſth einen Säbel ſchenkten, iſt gewiß ein ausgezeichneter Virtuoſe; aber That⸗ ſache iſt, daß er hier wohl Beifall fand, aber nicht enthuſiasmirte, und in Frank—

furt leere Häuſer machte.

Péle⸗méle aus London. Lon⸗ don erſtrekt ſich von Vethnalgreen bis Turn hamgreen in einer Länge von zehn engliſchen Meilen, u. von Kentiſhtown nach Brixton in einer Breite von ſieben engliſchen Meilen. Es nimmt eine Ober⸗ fläche von 30 engliſchen Geviertmeilen ein und zählt 10,000 Straßen, Gaſ— ſen und Pläze, worin 200,000 Häuſer mit einer Bevölkerung von zwei Millio⸗

nen Menſchen ſtehen, welche wöchentlich allein mehr als 4½ Mill. Pfd. Fleiſch verbrauchen.— Vor einigen Tagen er— ſchien ein Mann, Namens Daniel Ob— liegh, in der Kaſerne der Leibgarden und verlangte ein Pferd, um der Kö— nigin einen Beſuch abzuſtatten, indem er Georg der Vierte ſei; von den in den Stallungen befindlichen Pferden ſtand ihm jedoch keines an. Er wurde vor den Polizeirichter geführt, und er— klärte hier, er habe den Pallaſt der Königin gebaut, und ſei ihr Gemahl. Er wolle die Königin des Himmels ent— führen; aber er brauche dazu eine Kom— pagnie römiſcher Soldaten und Leibgar— den; die Offiziere müßten Perüken tra— gen und die Trompete blaſen. Man hat ihn in ein Irrenhaus gebracht. Potpourri aus Paris. Wir leſen in einem Pariſer Journale:„Die Vermählung des Herrn de Beriot iſt am 28. Juli zu Brüſſel gefeiert wor- den. Hr. de Beriot heirathet eine jun— ge Deutſche, Frln. Huber, Tochter ei— nes Magiſtratsbeamten in Wien, und die, ſeit ihrer früheſten Kindheit Waiſe, von dem Fürſten Dietrichſtein-Preskau angenommen wurde. Dieſer führte ße ſelbſt nach Brüſſel u. wohnte der Hoch— zeit bei.— Sämmtliche Pariſer Thea— ter, mit Ausnahme des Theatre-Fran— gais, werden mit Gas beleuchtet; und man glaubt, daß das Theater in der Richelieuſtraße ebenfalls dieſes Veleuch—⸗ tungsſyſtem einführen werde; aber es iſt entſchieden, daß man daſelbſt die Oel— beleuchtung beibehalten werde, da ſie weniger Inkonvenienzen bietet als das Gas und übrigens den Verzierungen u. Vergoldungen weniger ſchädlich iſt. Brünn. Gegen Ende v. M. ſtieß ein Jäger, in der Gegend von Jamnitz (Znaymer Kreis), als er einem Wilde nachſpürte, in einer Höhle auf ein We— ſen, das weder Menſch noch Thier zu

ſein ſchien; der Körper war ganz mit