Schülerin e Auch der Prin; Albert ſo geübter Sän⸗ ger, ſeine Stimme aber ziemlich ſchwach ſein.
Etwas von Allem. Der Sän⸗ ger Stoll ſcheint in dem Seebad zu Helgoland ſeine Stimme gefunden zu haben. Nach Hamburg zurükgekehrt ſang er daſelbſt bereits zwei Mal in der„Jüdin“ u. in den„Gbibellinen““ mit gutem Erfolge. Zur Nachricht für alle Tenoriſten, denen ihre Stimme ab— handen gekommen.— Liszt und Thal— berg haben ſich zu Baden-Baden ausge— ſehnt, ſo meldet die Allg. Zeitung. Nun iſt der Friede in Europa geſichert. — Im Theater an der Wien gab man ein Quodlibet, betitelt:„die zuſam— mengeſtoppelte Komödie.“ Wiener Blät— ter loben es, denn es iſt von Neſtroy zuſammengeſtoppelt.— In Folge der Berufung der beiden Grimm nach Ber— lin, ſoll ſich, nach dem deutſchen Poſtil— lon, in Hannover plözlich ein anderer Grimm eingefunden haben.— Die Frauen werden in dem ſehr friſch und gewandt redigirten„Dampfboot“ oft arg gehänſelt. Es heißt z. V. in der „Reiſe um die Welt““, dem Feuilleton des Blattes:„Das Erſte, was die Frauenzimmer wiſſen, iſt: wie ſchön ſie ſind— das Erſte, was ſie lernen: wie ſtark ſie ſind— das Erſte, was ſie er— fahren: wie ſchwach ſie ſind— das Er— ſte, was ſie vergeſſen: wie alt ſie ſind — das Erſte, woran ſie ſich wieder er— innern: daß ſie das vergeſſen haben!“ — Ein anderes Vild aus der Reiſe um die Welt:„Sind die Damen allein, ſo ſchmüken ſie ſich; in Geſellſchaft mit Männern zieren ſie ſich. Eine geſchmük— te Dame iſt aber eben ſo wenig durch den Schmuk allein ſchon zierlich, wie eine ſich zierende Schöne ein ſchmukes Mädchen genannt werden kann.“— In Lemberg wurden am 23. Juli vier Raub⸗
531
mörder hingerichtet und an demſelben Tage erſchlug daſelbſt ein Steinbruch— arbeiter ſein Weib. Wieder ein Beweis von der Fruchtloſigkeit der Todesſtra— fen.— Zu Gotha, in der deutſchen Stadt werden ſich im nächſten Herbſt die Helden Homers und Cicero's ver— ſammeln, um antiquariſche Vorträge zu halten. Ein berühmter Philolog wird unter Anderem eine ſchöne lateiniſche Rede halten und den Beweis führen, daß die Stelle, wo die grimmige Veli— de Achilleus verwundbar geweſen, nicht über, ſondern unter der Ferſe zu den— ken ſei, und hierauf mit allgemeinen Betrachtungen über die Wich- u. Wuch— tigkeit ſolcher Erkenntniß ſchließen. Von Siegfried's Lindenblatt weiß kein Phi— lolog!— Liszt gab am 5. Auguſt zu Frankfurt bei mäßigem Beſuche ein Kon⸗ zert.— Mad. Laffarge vertreibt ſich im Gefängniſſe zu Brives die Zeit mit Dichten.— Hr. Ole Bull hat auch in dieſem Jahre, wie im vorigen, in Baden-Baden ein Konzect gegeben, doch war daſſelbe nur ſehr ſpärlich beſucht. „Die Zeiten ſind vorüber, wo Bertha ſpann und Hr. Ole Vull zog.“— Im Verlag von W. Eichhorn iſt ein neuer Roman von Hrn. F. Dingelſtedt erſchie⸗ nen. Er heißt unter der Erde und iſt alſo, dem Titel nach, nicht ober— fläch lich.
Lokal-Zeitung.
Theatrallſche s. Dem Vernehmen nach trifft der Tenoriſt Stoll in Kurzem in Peſth ein.
— Benefiz.(Ofner Arena.) Die im Fache komiſcher Mütter, alter Jungfern de. ſo verdienſtvolle Schauſpielerin, Mad. Stein⸗ fels, hat künftigen Montag, den 17. Auguſt, ihre Einnahme. Sie wählte:„Das Preis— ſt ü t“, Geſangspoſſe in zwei Akten von Fr. Kaiſer, Verfaſſer der„Dienſtbotenwirth— ſchaft“ de. Dieſes Stük erfreuete ſich in Wien des ungetheilteſten Beifalls und die Wlener Blätter, namentlich die Theaterzeitung und der Humoriſt, ſprechen ſich einſtimmig zu ſei— nem Lobe aus. Man weiß aber auch, wie präzis und exakt dergleichen Plecen in der Ofner Arena gegeben werden, und es läßt ſich daher ein ſehr vergnügter Abend mit Recht vorausſezen.


