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dem unvergeßlich, unauslöſchlich ſein es war eine Leiſtung, die den wahren, tief denkenden Künſtler bewährte, deſſen kräftiger Geiſt den genialen Brit ten vollkommen verſtanden, die an und für ſich als das vollendetſte Kunſtgebilde daſteht, einzig in ihrer Art, unüber trefflich, unerreichbar! Die Anerkennung war einſtimmig die ehrenvollſte. Noch find die Damen Kalis(Margaretha) u. Müller(Anna) u. die Herren Dietrich, Roſenſchön und Berg mit Lobe zu er wähnen. Die Vorſtellung erfreute ſich eines ungemein zahlreichen Zuſpruches. Mit wahrem Vergnügen vernehmen wir, daß Hr. Rott von unſerer Direktion für noch einige Rollen gewonnen wurde. Die liebenswürdige Lutzer ſahen wir am 22., als Madelaine imPoſtil lon von Lonjumeau. Wir rufen mit dem entzükten Publikum: brava, bra- vissima! denn uns armen Rezenſenten geht der Faden aus. Kann ich Elogen aus der Erde ſtampfen? wächſt mir ein Trillerbonmot auf der flachen Hand? Soll ich zuerſt das nekiſche, unübertreff liche Spiel des gefeierten Lieblings mit gewöhnlichen Floskeln bekränzen, oder ſoll ich in die Lobpoſaune ſtoßen, um die vollendete Geſangsvirtuoſität, die ſtaunenerregende Volubilität des lieblich ſten Organes anzupreiſen? Und dann die große Arie aus demZweikampf! Fora! Fora! Das ſind Triller! dabei vergißt man Alles ich glaube, die unverſöhn lichſten Feinde würden ſich die Hände reichen die Sturmwinde aufhören zu raſen und die Rezenſenten und Schau⸗ ſpieler friedlich Arm in Arm gehen, nur um dieſe Arie noch einmal zu ren! Hr. Heim hatte als Poſtillon mehr mißlungene als gelungene Mo mente. Köſtlich war Hr. Rott mit ſeiner draſtiſchen Leichtigkeit als Wagner. Stürmiſcher Applaus übervolles Haus. Die Prinzeſſin in Meyerbeer's Robert war die ſechſte Gaſtrolle der

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Dlle. Lutze r. Sie ſang und trillerte wieder, daß Alles unſäglich entzükt wur de; ſie entſchädigte für die Langeweile, die die ſchwierige Oper, die bis 11 uhr dauerte, und nicht durchaus gute Exe quirung verurſachte. Olle. Lutzer er hielt jauchzenden Veifall. Das Uebrige ließ kalt. Semper idem.

London. Die deutſche Oper in London, die bekanntlich am 28. April mit Weber'sFreiſchüz eröffnet wurde, gab am 2. Mai denDon Juan, und am 7.Fidelio. Die engliſchen Blätter ſind voll Lobes über dieſe Darſtellun⸗ gen, nicht allein was die einzelnen Var tieen betrifft, ſondern auch in Hinſicht des trefflichen Zuſammenwirkens. Der Aufführung desDon Juan wohnte die Königin bei. Nur mit Einem Um ſtand iſt das engliſche Publikum unzu frieden, mit den langen Zwiſchenakten. (Das iſt deutſche Bedächtigkeit.)

Rom. Im Theater Apollo wirkt Mad. Marai(Varonin Wodniansky, eine Wienerin) auf eminente Weiſe in Donizetti's Oper:Gemma di Vergy. Die hohe impoſante Geſtalt, die treff liche Stimme, die in dem Vaterlande des Sangs erworbene und geläuterte Methode, das ergreifende Spiel, ge wannen dieſer ausgezeichneten Künſtle rin auch hier jene preiſende Anerken nung, die ihr auf andern erſten Büh nen Italiens geworden. Gleich nach ih rem erſten Auftreten ward ſie zum Mit gliede des Società Filarmonica ernannt. Auch der Baſſiſt Feretti und der junge Tenor Arati, ein gelungener Schüler Pacini's, gefielen.(Echo.)

Genua. Der königl. preußiſche Konzertmeiſter Nicolai brachte die im verfloſſenen Karneval für die k. Bühne zu Turin komponirte Oper:der Templer und die Jüdin, nun auf je⸗ ner Carlo Felice zu Genua in die Sze⸗ ne. In dieſem Tonwerke ſind alle Re⸗