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Noppa;Elena di Feltre, von Mer cadante, mit Olle. Frezzolini und den Herren Lonati und Vadiali;Pariſi⸗ na, von Donizetti, mit Olle. Ungher und Hrn. Ronconi;Olivo e Pasqua- le, komiſche Oper von Donizetti, als Debut des Hrn. Frezzolini;Lucrezia Borgia, von Donizetti undI Nor- manni in Parigi, von Mercadante, in welchen Dlle. Brambilla erſcheinen wird. Silphide⸗Taglioni iſt für 12 Darſtel⸗ lungen im Ballet gewonnen. Wir gra tuliren.

München. Am 5. Febr. Abends hörten wirGraf Armand, neu ein ſtudirt, mit aufgehobenem Abonnement. Mad. Mink, als Konſtanze, ſang ſehr brav und ihr Spiel war köſtlich, wie gewöhnlich. Hr. Lenz, als Michaeli, fand wohlverdiente Anerkennung, eben ſo Hr. Bayer als Armand. Gleichwohl war der Effekt des Ganzen kein beſonderer. Das Repertoire für die ganze Faſchings zeit iſt ein höchſt alltägliches.

New⸗ Pork. Auf dem hieſigen Theater iſt Beethoven'sFidelio auf⸗ geführt worden, u. zwar ſechs Mal im Jahre 1839, u. bei immer vollem Hauſe. Das iſt für New⸗York merkwürdig ge nug! Auf demſelben Theater ſind mehrere Engländerinen für erſte und zweite Geſangspartien engagirt, was abermals darauf hindeutet, daß in Eng⸗ land jezt mehr als ſonſt die Muſik be

vorzugt ſein muß.

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Korreſpondenz.

Wiener Tabletten. Ein fröh⸗ licher Gaſt iſt in unſer Wien eingezo⸗ gen, der zwar alle Jahre kommt und in der kurzen Zeit ſeiner Anweſenheit ſo viel ernſtes und komiſches Unheil an⸗ richtet, den man, wie die Gäſte über haupt, beſonders die ungebetenen, freu dig empfängt, wenn ſie ankommen und

mürriſch verwünſcht, wenn ſie abfahren.

Der Karneval iſt es, der mit elnem großen Gefolge von Bällen eingerükt iſt, deren mancher ſchon ſich drei Wochen voraus durch gräuliche Siebenmeilen Affichen ankündigen 1 der Karneval mit ſeinem Feſtgeberheer, dasdurch Feu⸗ ersgluthen und Waſſerfluthen wadet, wenn nur ein Abnehmer einer Eintritts karte dahinter ſtekt; der Karneval iſt da, d. h. die Zeit der unausgeſchlafenen Au⸗ gen und trübſeligen Geſichter, eine Zeit, in der man täglich bitter über ihre Lang weiligkeit klagt, während man allnächt lich ganz gefaßt ein bis zwei, oder noch mehr Bälle mitmacht. Wien kann in dem kurzen Zeitraume von 8 Wochen über 1500 Bälle aufweiſen, wovon die öffentlichen Lokalitäten allein mehr als das Drittel in Anſpruch nehmen. Frei⸗ lich ſind dieſe Feſte vom manigfachſten Farbenſpiele, man tanzt aber in den Vorſtadtkneipen in Hemdärmeln wohl eben ſo luſtig und fröhlich, als beim Hoffeſte im engen Gunkel'ſchen Frak u. den mouſſelintuchenen Escarpins. In⸗ deſſen ſcheint unter der Mittelklaſſe die Tanzluſt ſich erſt in der lezten Karne valshälfte konzentriren zu wollen. Sehr modern ſind jezt Blumen u. Bouquets geworden; es gibt faſt keinen Vall mehr wobei nicht jede Dame ihr Sträußchen erhielte, eine einzelne exotiſche Blume, wie z. B. eine dunkelglühende Camellia oder andere durch Fleiß und Mühe dem Gewächs hauſe entſproſſene Blüthe einer fernen Zone erregen wunderbaren Ef fekt und ziehen tauſend Augen auf Die⸗ jenige, deren Haar oder Buſen ſie ſchmükt. Eine erlauchte Notabilität, welche nebſt Lißt aus Peſth kürzlich an⸗ langte, iſt der Fürſt Pückler; ſeine Abyſ⸗ ſinierin hat er bereits in ein hieſiges Mädchenbildungsinſtitut gegeben, er ſelbſt iſt in den höchſten Adelsklaſſen Wiens ſtets eine der intereſſanteſten Erſcheinun⸗ gen, da er mit Weltbildung und Er⸗ fahrung der manigfachſten Art eine um⸗