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iſt wieder für den Verbrauch von ein Paar vierſpännigen Fudern Drukpapier geſorgt.
Berlin. Die„Verliner Voß'ſche Zeitung“ bringt folgende polizeiliche Bekanntmachung:„In Gemäß heit der Verordnung vom 24. Jän. 1810 wird hiedurch bekannt gemacht, daß im Mo⸗ nat Dezember 1839 nachbenannte hieſi⸗ ge Bäker bei tadelloſer Beſchaffenheit der Waare geliefert haben: a) die größ⸗ ten Semmeln: Söchting, Leipziger⸗ Straße, Nr. 12. b) das größte Weiß⸗ brod: Herms, neue Königs⸗Straße, Nr. 25. c) das größte Hausbakenbrod: Leiskow, neue Schönhauſer⸗Straße, Nr. 15. Dagegen das klein ſte Haus⸗ bakenbrod: Schmid, Mohren-⸗Straße, Nr. 33.
Pele⸗méle aus London. So viel man erfährt, gehen die neuen Poſt— einrichtungen gut von Statten. Nur iſt man über die geſtempelten Briefkou⸗ verts noch nicht im Reinen, da dieſel— ben einerſeits unnachahmbar ſein, ande— rerſeits Hunderte von Millionen der— ſelben angefertigt werden müſſen. Man will dieſelben ſo geſchmak voll verziert als möglich haben.— Wir theilen nachſtehend ſeiner Originalität halber das Schrei— ben eines gewiſſen Iſaae Temkins an das Londoner Journal„Age“ wörtlich mit:„Mein Herr! Ich leſe in Ihrem ſchäzbaren Blatte, daß die Königin, Gott ſegne ſie, welche ſich zu verheira— thenᷣewünſcht, zu ihrem künftigen Gat— ten einen Prinzen Albert gewählt hat, der in irgend einer kleinen Stadt Deutſch⸗ lands geboren iſt. Man ſagt, das Par— lament werde ihm ein jährliches Ein— kommen von 100,000 Pfd. Sterl. be⸗ willigen, als Belohnung für die Dien— ſte, welche er der Königin leiſtet. Um eine ſolche Ausgabe der ohnehin durch Abgaben ſo ſchwer niedergedrükten Na—
tion zu erſparen, bin ich als echter Pa⸗ triot erbötig, die Königin für 10,000 Pfd. jährlich, in Vierteljahrsraten zahl— bar, zur Frau zu nehmen, und ſo mei⸗ nem Land das Mittel zur Erſparung von jährlich 90000 Pfd. an die Hand zu gehen. Ich bin Junggeſelle, 22 Jahr alt, habe 5 Fuß 3 Zoll, ſchwarzes Haar, ſchöͤnen Teint Perlenzähne, ſchö— ne Augen, und einen Fuß, der Ihre Majeſtät bezaubern wird; ich habe eine gute Erziehung genoſſen, liebe die Mu— ſik, ſpiele ſogar Floͤte, Fortepiano, Guitarre und Violoncell; ich komponi— re liebliche Romanzen, mache ganz paſ—
ſable Verſe, und tanze und ſinge gar
nicht übel. Iſaae Tomkins. Nachſchrift. Ich vergaß, Ihnen zu ſagen, das ich ein legitimes Kind bin.“
Boſton. Der größte jezt lebende Rieſe befindet ſich hier. Er heißt Hami— lav, u. mißt 9 Schuhe. Er iſt aber ſehr verunſtaltet; an jedem Fuße hat er, was noch nie vorgekommen, zwei Knie, und er kann ſich auf jedes dieſer Knie herablaſſen. Er iſt 19 Jahr alt, u. der Sohn eines Matroſen in Philadelphia.
Leipzig, 22. Jan. Vergangene Nacht ward die hieſige Stadt und Um— gegend von einem Sturme heimgeſucht, wie er ſeit Ende des Jahres 1833 nicht ſtattgefunden. Um 3 Uhr Morgens(den 22.) war die größte Höhe des Sturms; der Himmel hell; fliegende Wolken, ei— nige heftige Schlagregen; der Wolken zug doppelt; kein Donner, aber ſehr ſtarkes Brauſen in den höchſten Luft— ſchichten, deutlich unterſchieden von dem Sauſen des Sturmes näher an der Erd— oberfläche.— Ueber den durch dieſes Un⸗ wetter angerichteten Schaden fehlen noch Nachrichten. Bäume ſind in der Nähe wenig entwurzelt worden, wohl aber bretterne Gartenwände niedergeriſſen, Dächer beſchädigt worden u. ſ. w.
Redigirt von der Red
aktion des Spiegels.


