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Engländer in Paris“;„des Müllers Tochter“;„Trudchen“;„die Taube von Cerdron“;„Peter Szapary““;„die Wal⸗ purgisnacht“;„Schloß Greifenſtein““;“ „die Ritter von Akkon“;„Robert der Teufel“;„Scheibentoni.“ Alle hier ge— nannten Stüke ſind romantiſch und ori— ginell, und haben unſere Direktrice zur Verfaſſerin, auf welche Stüke die Züri— cher große Stüke halten. A.
Korreſpondenz.
Prag(1. Jäner 1840.) Vor Allem meinen herzlichen Gruß zum neuen Jah— re, das eigentlich die neueſte Neuigkeit iſt, die, wie jede, nur einen Tag dau⸗ ert. Ich komme jezt zum Wetter— Sie ſehen, ich habe meinen Meidinger ſtudirt — das in den lezten Tagen des alten Jahres eine Aprillaune entwikelt. Am 28. Dez. hatten wir Regen, Sonnen ſchein und 12 Grad Reaumür Wärme. — Die Vorboten des Faſchings, die in— haltsſchweren„weltberühmten Krapfen“ ſind ſeit 4 Wochen in unſerer Stadt an— gelangt und
„Krapfen heißt die Speiſefeder In des Karneval's Natur, Krapfen, Krapfen treiben Räder In des Pragers Magenuhr.“
Ad vocem„Krapfen“ kann ich mitthei— len, daß ſich bei uns Viele auf das Brodſtudium verlegen. Faſt jeder Tag bringt eine neue Gattung Luxus⸗ bäkerei hervor und faſt in jeder Straße findet man zwei bis drei derlei Bäker— laden, die beſonders in den Abendſtun— den von männiglich und weibiglich blo— kirt werden. Aber die Erzeugniſſe unſe⸗ rer Bäker ſind auch ſo einladend, ſo de⸗ likat, ſo geſchmakvoll. O könnte ich Ih⸗ nen eine„Mandlowka““, ein„Vaniglia⸗ Hörndl“ einen„Karlsbader Kolatſchen“ und wie das zahlloſe Heer der Prager
Bäkerwerke noch heißen, ſenden! Sei dieſer Gelegenheit muß ich Ihnen einen Akt der Wohlthätigkeit und der— To⸗ leranz erzählen. Zwei chriſtliche Bäker⸗ meiſter theilen an jedem Freitage an arme Israeliten Weißbrode für den Samſtag aus. Ein zweites Veiſpiel der Toleranz iſt, daß der jüdiſche Fabrikant, Hr. Je⸗ ruſalem, Repräſentant der chriſtlichen Gemeinde der Vorſtadt Karolinenthal iſt und daß in Budweis, wo bekanntlich kein Jude wohnen darf, Mayerbeer's „Robert der Teufel“ ſehr gefal⸗ len hd n Die Konzertſaiſon hat begonnen, brachte aber nichts Erhebli— ches. Außer den Pixis'ſchen Quartetten, in welchen ſich ein nobles Publikum, aus Kennern und Gönnern beſtehend, ver— ſammelt, ward uns nicht ſonderlich viel muſikaliſcher Genuß geboten. Hr. Küh— nel, der„Guitarriſt und Tonkünſt⸗ ler“, gab eine Akademie, in welcher der Kunſtſänger Kunz in dem Vortrage ei⸗ nes Liedes von Hakl exzellirte und Ha⸗ bernrecht, Virtuos auf dem Pianoforte, ſpielte. Was Tanzmuſik anbelangt, ſo haben bereits die Muſikproben der zu wohlthätigen Zweken beſtimmten Bälle begonnen. Ein Galopp von P. macht ſich durch ſeinen Titel bemerkbar. Er heißt „betriebſame Flöhe-⸗Galopp.“ Wer aber kunſtmeiſterlich galoppiren ſehen will, be⸗ ſucht die Produktionen der Reitergeſell— ſchaft des„Wenzel Sleſſak et Com- pagnie, geb. Prager.“ Das weibliche Perſonal und das Koſtüme iſt ſchön, und die Pferde ſehr gut geſchultert. Der Ve— ſuch iſt ſehr frequent.— Im Theater haben drei Produkte viel Glük gemacht. Nr. 1. nennt ſich:„Noch iſt es Zeit““, von Auguſte von Paalzow; Nr. 2. heißt „der beſte Arzt“, von Franz Fels, i. e. Charlotte Birch-Pfeiffer, und das dritte Stük iſt das Ihnen bekannte„Rococo““ von Joſephine von Remekhazy, das die Lachluſtigen auf ſeiner Seite hatte. In allen drei Stüken exzellirte unſer Schau⸗


